Laserdrucker und Fotokopiergeräte lassen die Konzentration feiner und feinster Partikel in der Raumluft einer Studie zufolge messbar ansteigen. Bei den ultrafeinen Partikeln handele es sich jedoch offenbar ganz überwiegend nicht um Tonermaterial, heißt es in einem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Zwischenbericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Die Zusammensetzung der Stäube sei noch nicht abschließend geklärt. Das BfR riet aber dazu, Laserdrucker und Fotokopierer in separaten gut durchlüfteten Räumen aufzustellen.
Büroangestellte untersucht
Der Studie zufolge war der Anteil ärztlich nicht erklärbarer körperlicher Beschwerden bei 69 untersuchten Büroangestellten höher als in Vergleichsgruppen, zudem habe ein Teil dieser Menschen überempfindlich auf bronchiale Reize reagiert. BfR-Präsident Andreas Hensel sagte, Ursache der Beschwerden sei nach mikroskopischen Untersuchungen nicht der Toner, sondern bislang unerforschte andere Feinstäube, die diese Geräte absonderten. Empfindlich reagierende Menschen sollten nicht neben einem Laserdrucker arbeiten.
Jedes Jahr werden in Deutschland etwa acht Millionen Laserdrucker verkauft. Nach Erkenntnissen der Wissenschaftler hängt die Stärke der Feinstaub-Emissionen wesentlich vom Wartungszustand ab. Bei frisch gereinigten Geräten sanken die Belastungswerte demnach auf nahezu Null.
Aleksandra Leon
/ afp