Bei der Verbreitung von Breitbandverbindungen für den schnellen Internetzugang liegt Deutschland in der EU auf Platz neun und damit weit hinter der Spitzengruppe zurück. Der Anteil der Abonnenten unter der Bevölkerung lag in Deutschland zum 1. Juli bei rund 21 Prozent, wie aus einem am Montag von EU-Kommission in Brüssel vorgelegten Bericht hervorgeht.
Dänemark liegt vorn
Bei Spitzenreiter Dänemark waren es rund 37 Prozent vor den Niederlanden mit 33 Prozent und Finnland mit knapp 29 Prozent. Das EU-Mittel lag bei 18,2 Prozent. Schlusslicht unter den 27 Mitgliedstaaten war Bulgarien mit 5,7 Prozent.
Beim Zuwachs der Abonnenten liegt Deutschland laut Kommissionsstatistik dafür im
DSL Vergleich mit vorn. Zwischen dem 1. Juli 2006 und dem 1. Juli 2007 wuchs die Zahl der schnellen Anschlüsse in Deutschland um knapp 4,8 Millionen auf 17,4 Millionen. Knapp sechs Prozent aller Bundesbürger ließen sich demnach innerhalb dieses Jahres eine Breitbandverbindung schalten.
Der am schnellsten wachsende Markt war wiederum Dänemark, wo innerhalb eines Jahres 7,7 neue Anschlüsse je 100 Einwohner angemeldet wurden.
Alternative Breitband-Anschlüsse holen auf
DSL ist mit ungefähr 72,5 Millionen Anschlüssen nach wie vor die wichtigste Breitbandtechnik in der EU. Allerdings ist das DSL-Wachstum gegenüber Juli 2006 um 6,1 Prozent zurückgegangen, während alternative Technologien wie Kabel, Glasfaserleitungen bis zum Kunden und drahtlose Teilnehmeranschlüsse mit insgesamt 17,7 Millionen Anschlüssen stärker genutzt wurden.
Hayo Lücke