Montag, 15.10.2007 15:40

M-Net baut neues Hochgeschwindigkeitsnetz

aus dem Bereich Breitband
Was in Hamburg und Köln bereits in Angriff genommen wurde, soll jetzt auch in München gebaut werden: ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz, das in einem ersten Schritt Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen soll. Das gab am Montag der Münchner Stadtnetzbetreiber M-Net bekannt.

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Pilotprojekt startet

Nach und nach sollen mehr Immobilien in München an das Glasfasernetz angeschlossen werden. In den nächsten Wochen steht der Startschuss für ein Pilotprojekt auf der Agenda. Dann sollen 63 Gebäude mit insgesamt 567 Wohneinheiten im Stadtteil Neuhausen erschlossen werden. Im Jahr 2008 plant M-Net, insgesamt 10.000 Gebäude mit rund 110.000 Wohneinheiten an die neue Infrastruktur anzuschließen. Bis 2011 sollen 60 Prozent des Münchener Wohnungsbestands über das neue Glasfasernetz online gehen können.

Das neue Glasfasernetz soll in erster Linie dort verfügbar gemacht werden, wo die Dichte an Wohneinheiten am höchsten ist. "Schwabing, die Isarvorstadt, Neuhausen und Neuperlach werden daher zu den ersten zählen", sagt Hans Konle, Vorsitzender der Geschäftsführung der M-net. Bei der sukzessiven Erschließung wird nach der so genannten Cluster-Bauweise vorgegangen. Das heißt, innerhalb eines Stadtviertels werden beispielsweise 100, 500 oder auch 1.000 Gebäude gebündelt an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen.

Endkunden sollen das neue Produkt namens Maxi Deluxe zu den Preisen nutzen können, die auch heute bei M-Net verfügbar sind. Eine 100 Megabit-Doppel-Flatrate inklusive Telefon- und DSL-Anschluss würde demnach nach heutigem Stand 39,90 Euro kosten. Zum Vergleich: Die 100-Mbit-Doppelflat von NetCologne kostet aktuell 44,95 Euro.

Mehr als 100 Mbit/s möglich

Der 100-Megabit-Anschluss soll aber nicht das Ende des Ausbaus darstellen. Mit der Verlegung von Glasfasern vom Abschlusspunkt im Keller direkt in die Wohnung sind auch Bandbreiten von 1000 Megabit pro Sekunde und mehr realisierbar. "Das ist sicherlich noch Zukunftsmusik aber wir können heute schon sagen: Die M-net steht für einen weiteren Ausbau bereit", sagt Konle.
Hayo Lücke
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