Der wegen verbotener Telefonwerbung seit längerem in der Kritik stehende Telekommunikationsanbieter Tele2 hat sich nach einem Bericht des "Focus" außergerichtlich mit der Verbraucherschutzzentrale Bayern geeinigt.
Hohe Vertragsstrafe
Demnach zahlt das Unternehmen eine Vertragsstrafe in Höhe von 240.000 Euro an die Verbraucherschutzzentrale. Tele2 sieht darin laut "Focus" dennoch kein Schuldeingeständnis. "Es wurden immer nur Kunden angerufen, die vorher auch ihre Zustimmung gegeben hatten", sagte Unternehmenschef Hermann Riedl dem Blatt.
Bereits im Juni hatte das Landgericht Düsseldorf zwei Ordnungsstrafen in Höhe von insgesamt
200.000 Euro gegen Tele2 verhängt. Dagegen legte das Unternehmen Widerspruch ein. Tele2 sieht sich im Recht, weil es die Daten der angerufenen Kunden von Adressanbietern bezogen habe, die vertraglich garantiert hätten, dass es eine Einwilligung der Adressaten zur Telefonwerbung gebe.
Hayo Lücke
/ afp