Das Bundeskartellamt will das Comeback-Geschäft von Ex-Medienmogul Leo Kirch mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) prüfen. "Wir gehen davon aus, dass Gemeinschaftsunternehmen von Kirch und DFL bei uns zur Prüfung angemeldet werden", sagte eine Kartellamtssprecherin laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Fusionskontrolle
Die von beiden Seiten geplante gemeinsame Produktionsgesellschaft unterliege der Fusionskontrolle. Das Kartellamt werde auch über den wettbewerbskonformen Verkauf der Bundesliga-Rechte wachen, sagte die Sprecherin weiter.
Das Kartellamt hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Großprojekten in der deutschen Medienindustrie verhindert. Kirch hatte sich mit der DFL am Dienstag auf einen Milliarden-Deal geeinigt. Danach übernimmt die Tochterfirma Sirius von Kirchs Agentur KF 15 ab der Saison 2009/10 für sechs Jahre die Vermarktung der Fußball-Fernsehrechte. Dafür bekommt die Bundesliga mindestens drei Milliarden Euro.
Außerdem wollen Sirius und die DFL ein gemeinsames Unternehmen gründen, das fertige Spielberichte und Interviews produzieren soll. Die Berichte sollen an Privatsender, Satellitenfirmen sowie Kabelnetzbetreiber verkauft werden.
Hayo Lücke