Sie zogen aus, um die Welt zu erobern – das kann bald von den Second Life Avataren behauptet werden. Die Macher der virtuellen Welt, Linden Lab, haben sich mit IBM zusammen getan, um den Online-Persönlichkeiten die Tür zur virtuellen Freiheit zu öffnen. Die beiden Unternehmen gaben jetzt ihre Kooperation bekannt, mit der sie neue Techniken und Methoden auf Basis von offenen Standards entwickeln wollen, um Nutzern der 3D-Welten neue Möglichkeiten zu bieten. So sollen Avatare künftig nicht mehr auf eine Plattform beschränkt sein, sondern in verschiedenen Online-Welten wandeln können.
Ein Avatar für alle Fälle
Wer sich heute in virtuellen Welten tummelt, ist gezwungen multiple Persönlichkeiten zu entwickeln: Ob Second Life, Entropia Universe oder Active Worlds – für jedes der Online-Universen muss bislang ein eigener Avatar erstellt werden. IBM und Linden Lab wollen mit ihren Partnern dem nun Abhilfe schaffen und eine Möglichkeit bieten, die virtuellen Ersatz-Ichs von einer Welt in die andere umziehen zu lassen, ähnlich wie der Nutzer selbst heute von einer Website auf eine andere surfen kann. Die Unternehmen sehen darin einen großen Vorteil, der nicht nur für Handel und Geschäftsleben genutzt werden, sondern auch bei Erziehung, Zusammenarbeit oder Training von Wert sein kann.
Virtuelle Weltenbummler
Offene Standards und Formate sollen den Internetnutzern aber nicht nur den Universal-Avatar bescheren, der sie im ganzen 3D-Internet repräsentieren kann. Auch sollen sichere Transaktionen von Gütern zwischen verschiedenen virtuellen Welten künftig möglich sein. So könnten Nutzer grenzüberschreitend beispielsweise 3D-Modelle oder Musik einkaufen. Zudem sollen sich die neuen Techniken und Funktionen positiv auf die Plattformstabilität auswirken und die breite Integration in existierende Web- und Geschäftsprozesse vereinfachen. Entwickler sind dazu aufgerufen mitzuhelfen: Linden Lab hat dafür eigens eine
Architecture Working Group entwickelt, wo Nutzer diskutieren und Anregungen geben können.
Aleksandra Leon