Vor allem bei der jüngeren Generation stößt das Mitmach-Internet auf Gegenliebe. Wie eine aktuelle Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) ergab, beteiligt sich jeder vierte junge Internetnutzer zwischen 12 und 19 Jahren mindestens mehrmals pro Woche aktiv am
Web 2.0 und produziert eigene Inhalte.
Jungen aktiver als Mädchen
Dazu zählen neben dem Upload von Bildern, Videos und Musikdateien auch das Verfassen von
Weblogs oder Newsgroupbeiträgen. Der Studie zufolge sind Jungen dabei noch eher an Web 2.0-Anwendungen interessiert als Mädchen. So trägt insgesamt betrachtet fast jeder dritte Junge, aber nur jedes fünfte Mädchen mit Interneterfahrung regelmäßig zum Web 2.0 bei. Die meisten nutzen die Mitmach-Angebote jedoch passiv: Während zwar rund 78 Prozent angaben, schon einmal etwas bei Wikipedia gesucht zu haben, haben nur vier Prozent selbst aktiv Einträge verfasst. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei dem
Social Network Myspace, das nur rund sieben Prozent der Befragten mit Inhalten gefüttert hatten. Etwas besser sieht es beim
Videodienst YouTube aus. Ein Zehntel der jungen Nutzer beteiligt sich aktiv mit, drei Fünftel schauen sich die Clips nur an.
83 Prozent nutzen das Internet mehrmals pro Woche
Darüber hinaus kam die Studie zu dem Ergebnis, dass mehr als zwei Drittel der Jugendlichen über einen eigenen PC oder ein Notebook verfügen und fast jeder Zweite von seinem Zimmer aus Zugang zum Internet hat. Dabei zählen 93 Prozent der Jugendlichen zu den Onlinern, von denen wiederum 83 Prozent das Internet mehrmals pro Woche oder täglich nutzen.
Die Angaben stammen aus ersten Ergebnissen der so genannten JIM-Studie des mpfs, die zum zehnten Mal erhoben wurde. Die Studie bildet das Medienverhalten der 12- bis 19-jährigen Jugendlichen in Deutschland ab. Die Gesamtergebnisse sollen Ende November vorgestellt werden.