Der Kauf von Eintrittskarten im Internet boomt. Immer mehr Tickets werden nicht in klassischen Vorverkaufsstellen gekauft, sondern online auf dafür spezialisierten Portalen. Auch große Sportvereine wickeln den Verkauf ihrer Eintrittskarten zunehmend im Internet ab und vertrauen auf die Zuverlässigkeit ihrer Online-Partner. Wirklich sicher ist im Internet jedoch nur wenig. Das musste zuletzt die Online-Jobbörse monster.com
feststellen, jetzt hat es die Website
www.kartenhaus.de erwischt.
66.000 Kundendaten ausgelesen
Der Ticket-Onlineshop gab bekannt, dass ein Angriff auf die Seite festgestellt worden sei. Er könnte dazu führen, dass persönliche Daten von etwa 66.000 Ticketkäufern in die falschen Hände geraten. Wie es weiter heißt, betreffen die gestohlenen Daten jene Nutzer von kartenhaus.de, die zwischen dem 24. Oktober 2006 und dem 30. September 2007 per Kreditkarte Tickets gekauft haben. Davon ausgenommen seien Käufe von Eintrittskarten für Hertha BSC Berlin, Handball Sport Verein Hamburg und die Eisbären Berlin.
Anzeige erstattet
Alle betroffenen kartenhaus.de-Kunden sind angehalten, ihre aktuellen und künftigen Kreditkartenabrechnungen genau zu überprüfen. Ticketmaster, der Betreiber von kartenhaus.de, hat nach eigenen Angaben Anzeige erstattet, damit die Verantwortlichen für den Hacker-Angriff juristisch belangt werden können. Bisher ist noch unbekannt, wie genau der oder die Angreifer in den Besitz der Kreditkartendaten kommen konnten. Bisher ist nur bekannt, dass lediglich ein Server betroffen sei.
Unter
www.kartenhaus.de/hilfe soll fortlaufend über aktuelle Entwicklungen berichtet werden. Für weitere Fragen steht das Team von kartenhaus.de unter der E-Mail-Adresse kreditkartenhilfe@kartenhaus.de zur Verfügung.
Hayo Lücke