Während bei den neuen Notebook-Modellen, insbesondere im Business-Bereich, sehr häufig Sicherheitsmechanismen wie Fingerabdruck-Scanner zum Einsatz kommen, sind diese bei Desktop-PCs eher selten zu finden.Wer beim Schutz seiner sensiblen Daten trotzdem nicht auf Benutzername und Passwort allein vertrauen möchte, kann sich zusätzliche Hardware anschaffen. Von Mäusen über USB-Sticks und Hand-Scannern bis hin zur USB-Festplatte gibt der Markt einiges her.
Zeig mir deine Venen
Venen-Scanner bilden dabei allerdings die Ausnahme: Fujitsu hat mit seinem
PalmSecure PC Login Kit ein Standalone-Geräte und eine Maus herausgebracht, die den Benutzer anhand des Venen-Musters in der Handfläche identifizieren können. Auch per Iris-Scan lassen sich Daten vor fremden Augen schützen: Das koreanische Unternehmen Rehoboth Tech hat dazu einen Scanner in seine USB-Sticks mit Namen
Irikon integriert. Wer bei diesem Datenbunker an die gespeicherten Infos möchte, muss zunächst tief in eine Kamera blicken. Die Fehlerquoten sind beim Iris-USB-Stick und beim Venen-Scanner identisch: 0,1 Prozent der Nutzer werden zu Unrecht abgewiesen und 0,000083 Prozent erlangen versehentlich Zugriff, was einer Quote von 1:12.000 entspricht.
Erst Iris, dann Handy
Handy mit Iris-Scanner. Bild: OKI
Künftig könnten auch Mobiltelefone dank Iris-Check besser abgesichert werden. Der japanische Hersteller OKI hat eine Middleware entwickelt, die ohne zusätzliche Infrarot-Kamera auskommt. Stattdessen nutzt die Technik die Fotokamera, die bereits im Handy oder PDA integriert ist. Der Scanner soll den Handynutzer dann binnen einer halben Sekunde erkennen, bei einer Fehlerquote von 1:100.000. Ob beziehungsweise wann die ersten Handy-Hersteller ihre Geräte mit dieser Technik ausstatten, ist nicht bekannt.
"Face Training".
Bild: www.nintendo.co.jp
OKI hat darüber hinaus die "Face Sensing Engine" (FSE) entwickelt, die bereits im Nintendo DS in Japan eingesetzt wird. Die Technik kann Gesichtszüge erkennen, dient beim DS jedoch eher zum Spaß. Das passende Spiel heißt "Face Training" und wird mit einer kleinen einsteckbaren Webcam kombiniert. Die Kamera zeichnet dann das Gesicht des Spielers auf und stellt das Bild auf einem der beiden Bildschirme dar. Das zweite Display zeigt währenddessen spezielle Gesichtsübungen, die den Benutzer vor einem faltigen Gesicht bewahren sollen. So lässt sich sozusagen per Spiegelbild kontrollieren, ob die Übungen richtig ausgeführt werden.