Die WLAN-Community FON will wachsen: Nachdem die Spanier kürzlich zum Partner gekürt wurden, um das
Ruhrgebiet zum Hotspot zu machen, gibt das Unternehmen nun einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Expansion bekannt. Die FON Community ist eine strategische Kooperation mit British Telecom (BT) in Großbritannien und Neuf Cegetel (Neuf) in Frankreich eingegangen. Beide Unternehmen wollen ihre Breitband-Kunden dazu animieren, ihre Internetzugänge mit anderen zu teilen.
Millionen neue Hotspots
Bereits jetzt zählt die WLAN-Community eigenen Angaben zufolge mehr als 500.000 Mitglieder und 190.000 Hotspots weltweit. Bald sollen nun mehrere Millionen Nutzer in Großbritannien und Frankreich hinzu kommen. BT und Neuf wollen beide die Software der Router zentral mit der FON-Funktionalität aktualisieren. So sollen bis Jahresende die Kunden der beiden Provider durch einen Mausklick bei FON mitmachen können. Entscheiden sie sich für die Mitgliedschaft, stellen sie fortan einen Teil ihrer Bandbreite über einen zweiten WLAN-Kanal öffentlich zur Verfügung. Im Gegenzug können sie an allen FON-Hotspots weltweit kostenlos online gehen.
Auch Deutschland im FON-Fokus
BT betreibt bereits selbst öffentliche Hotspots und hat zudem zwölf komplette Städte mit WLAN versorgt. Mit der FON-Kooperation wollen die Briten nun ihr Hotspot-Netzwerk vergrößern: "Wir starten ein WiFi Netzwerk – gebaut von unseren Kunden selbst, welches eines Tages in jeder Straße in Großbritannien verfügbar sein könnte", so Gavin Patterson, Geschäftsführer der BT Group Consumer. Bei Neuf wurde die FON Software bereits 500.000 Kunden auf die Open-Source-basierten "Neuf Box 4" Router gespielt, sodass sie sich per Mausklick zum Neuf-WiFi-FON-Service anmelden können. Bis zum Jahresende soll bei den FON-fähigen Routern die Millionengrenze überschritten werden.
Auch deutsche Kunden haben Grund zu hoffen: "Nachdem der Launch in Frankreich und Großbritannien so gut geklappt hat, freuen wir uns darauf, in den nächsten Wochen unsere Verhandlungen mit den ISPs in anderen Ländern erfolgreich zum Abschluss zu bringen, um ein ähnliches Modell unter anderem auch in Deutschland anbieten zu können", sagt Robert Lang, Europachef und Geschäftsführer von FON in Deutschland.
Aleksandra Leon