Mehrere Wochen haben italienische Behörden eine Gruppe von Filesharern observiert, nun wurde das für den Tausch von urheberrechtlich geschützter Musik genutzte Netzwerk ausgehebelt. Elf Personen, die die Peer-to-Peer-Plattform "Discotequezone" nutzten, müssten nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Das berichtet der internationale Verband der phonographischen Industrie (IFPI).
Computer beschlagnahmt
Die Netzwerk-Administratoren und sieben Personen, die große Mengen raubkopierter Musikstücke auf den Server luden, sollen nun strafrechtlich verfolgt werden. Insgesamt wurden elf Computer mit mehr als 110.000 illegalen MP3-Dateien beschlagnahmt. Hausdurchsuchungen fanden in Rom, Mailand und Brescia statt. In zwei Fällen seien auch kinderpornographische Inhalte entdeckt worden.
Empfindliche Strafen drohen
Laut italienischem Urheberrechts-Gesetz müssen die elf ermittelten Filesharer nun mit empfindlichen Strafen rechnen. Jeder Person drohen Geldstrafen bis zu 8,5 Millionen Euro. In den letzten zwei Jahren haben italienische Behörden nach eigenen Angaben rund 170 Raubkopierer dingfest machen können.
Hayo Lücke