Seit heute ist es
offiziell: Die Teles AG stellt zum Jahresende den skyDSL-Dienst ein. Dies bedeutet jedoch keineswegs das endgültige Aus. Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen.
Defizitäre Sparte
Vor auf den Tag genau
zwei Wochen sorgte ein Bericht des Berliner "Tagesspiegel" für Aufsehen: der Teles-Vorstandschef Sigram Schindler ließ in einem Interview durchblicken, dass man die skyDSL-Sparte derzeit kritisch prüfe. Schon im letzten Jahr habe es Überlegungen gegeben, das Angebot einzustellen - man entschied sich jedoch, dem Internetzugang über Satellit noch eine Chance zu geben.
Mit ein wenig mehr als 25.000 skyDSL-Kunden konnte Teles mit skyDSL nie wirklich punkten. Und durch den immer engmaschigeren DSL-Ausbau hatte es das Nischenprodukt nicht leichter. Jetzt zieht Teles also die Notbremse - schneller als erwartet, aber höchstwahrscheinlich rechtzeitig, um noch größere Verluste abzuwenden.
Was passiert jetzt?
Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der Teles skyDSL GmbH, Andreas Krüger, über die jüngsten Entwicklungen. Krüger sagte gegenüber unserer Redaktion, dass in der Vergangenheit viel Geld in die Transponder gesteckt worden sei. Dadurch, dass die skyDSL-Technik sehr teuer sei, habe man fast durchgängig rote Zahlen mit der skyDSL-Sparte geschrieben. Verständlich also, dass jetzt die Notbremse gezogen werden soll.