Donnerstag, 20.09.2007 12:53

IPTV hat Potenzial

aus den Bereichen Breitband, Sonstiges, Computer
Bei der Einschätzung des Potenzials von IP-basiertem Fernsehen (IPTV) sind sich die Experten einig: sie sagen voraus, dass schon in fünf Jahren rund 2,5 Millionen Haushalte das neue Angebot nutzen werden. Eine heute veröffentlichte Studie geht weitgehend mit der Beurteilung des Branchenverbandes eco einher.

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Neue Studie

Die vom Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) und dem Beratungsunternehmen Goldmedia initiierte Studie "IPTV 2012" kommt zu dem Ergebnis, dass IPTV "vor dem baldigen Durchbruch" steht. Bis zum Ende dieses Jahres werden deutschlandweit nur rund 100.000 Haushalte IPTV nutzen. 2012 sollen es laut der Studie schon 25 mal so viele, also 2,5 Millionen sein.

Sollte sich der IPTV-Feldzug wirklich so erfolgreich entwickeln, steigen natürlich auch die Erlöse, die bei den Anbietern hängen bleiben. Laut der Studie können in fünf Jahren mit IPTV jährlich 420 Millionen Euro umgesetzt werden - in diesem Jahr wird mit nur 12,6 Millioen Euro gerechnet. "Berücksichtigt sind dabei die Grundgebühren für die TV-Pakete sowie Erlöse aus Pay-TV-Gebühren, Video-on-Demand und kostenpflichtigen Zusatzdiensten", sagte Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Geschäftsführer von Goldmedia. Werbeerlöse und indirekte Erlöse, die bei der Vermarktung anfallen, seien hier nicht eingerechnet.

Deutschland liegt zurück

Im Europa-Vergleich hinkt Deutschland bei der Verbreitung von IPTV hinterher. Nach Angaben des Bitkom sehen in Frankreich schon zwei Millionen Haushalte IP-basiertes Fernsehen. Auch Spanien und Italien seien deutlich weiter. Grund für den schleppenden Vertrieb von IPTV in Deutschland sei die Beschränkung der Angebote auf Ballungsräume. IPTV könne erst dann erfolgreich sein, wenn "neben einer breiteren Verfügbarkeit der Dienste vor allem die Steigerung der Bekanntheit sowie ein attraktiver Preis" erreicht würden.
Michael Müller
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