Schmid führte weiter aus, dass das Zattoo-Angebot auch in Zukunft kostenlos nutzbar bleiben soll. Mittelfristig seien auch Premium-Angebote geplant, die Nutzern gegen eine monatliche Grundgebühr einen Mehrwert liefern sollen. Das könnten sowohl Pay-TV-Sender als auch andere Premium-Services sein. Genaue Details mochte Zattoo diesbezüglich noch nicht verraten.
Finanziert durch Werbung
Finanziert wird das Angebot durch kleine Werbefilme, die beim Zappen zwischen den einzelnen Sendern abgespielt werden. Aktuell sind zwar noch keine Werbeeinblendungen zu sehen, erste Gespräche mit interessierten Werbepartnern sind aber bereits angelaufen. Der Vorteil für Zattoo: Das Unternehmen kann potenziellen Werbepartnern die Aufmerksamkeit der TV-Zuschauer nahezu garantieren. Kaum jemand wird für einen fünfsekündigen Spot das TV-Fenster minimieren. Schmid wies darauf hin, dass die Produktion der Spots auch von Zattoo übernommen werden kann. Sofern alle Voraussetzungen stimmen und die notwendigen Materialien vorliegen, könne eine fertig gestellte Kampagne in 30 Minuten in die Software integriert werden.
Erster Eindruck positiv
In einem ersten Test unserer Redaktion konnte die Windows-Version
3.0.5 Beta durchaus überzeugen. Für die Installation werden nach einer kurzen Registrierung knapp 24 Megabyte freier Festplattenspeicher benötigt, anschließend ist das Programm sofort nutzbar. Die Navigation ist erfreulich einfach gehalten. Neben dem eigentlichen TV-Bild, das wahlweise in einem kleinen Fenster oder im Vollbildmodus betrachtet werden kann, ist eine Liste mit den einzelnen Sendern zu finden, die per Mausklick ausgewählt werden können. Wer von einem auf einen anderen Sender wechseln möchte, muss derzeit sechs bis acht Sekunden warten, bis das neue Bild auf dem Computer- oder Notebook-Monitor erscheint.
Fernsehen kostenlos aus dem Internet: Zattoo macht's möglich. Bild: onlinekosten.de
Überraschend ist die gute Qualität des Bildes, das über Zattoo ausgeliefert wird. Im Standard-Fenster ist es klar und weitestgehend ohne Ruckler oder Pixelfehler zu betrachten. Anders sieht es im Vollbildmodus aus, wo Schriftzüge stark verpixelt und das Bild an sich unscharf wirkt. Praktisch: das Programm lässt sich auf Wunsch auch in den Hintergrund schalten, sodass parallel zum Beispiel weiter im Internet gesurft oder E-Mails beantwortet werden können.