Wer vergangene Woche beim Lebensmittel-Discounter Aldi das Medion Notebook
MD 96290 gekauft hat, musste eventuell eine böse Überraschung erleben. So berichten Käufer in diversen Internetforen von einem Virus, der sich ab Werk auf dem Notebook eingenistet hat.
Virus an Bord
Beim Start eines infizierten Notebooks meldet die vorab installierte Antiviren-Software von Bullguard einen Schädling mit dem Namen "Stoned.Angelina". Der Virus wurde laut
Schädlingsbeschreibung des Sicherheitsunternehmens Symantec bereits im Jahre 1994 entdeckt. Er infiziert den DOS Bootsektor von Disketten sowie den Master Boot Record (MBR) bei Festplatten, weist ansonsten jedoch keine Schadfunktionen auf. Das Gefahrenlevel stuft Symantec daher als "niedrig" ein.
Programm zur Viren-Entfernung
Medion hat in den
FAQs auf der Website bereits Stellung zu dem Virenproblem bezogen und beschreibt die Warnmeldung der Bullguard-Software als "harmlos". "Ihr System ist weder beschädigt, noch wird dadurch die Leistung oder die Sicherheit Ihres Computers beeinträchtigt", informiert Medion. Um den Schädling zu entfernen, hat der Hersteller bereits ein entsprechendes Programm zum
Download bereitgestellt.
Virus im Gepäck. Bild: Medion
Nicht alle Notebooks sind betroffen
Wie Medion auf Nachfrage von onlinekosten.de mitteilte, sind nicht alle Notebooks ab Werk mit dem Virus infiziert. Wie der Schädling jedoch auf die betroffenen Geräte gelangen konnte, ist derzeit noch unklar. Künftig plant Medion eine noch intensivere Prüfung der Rechner.
Das Medion Notebook wurde am 5. September bei Aldi Nord und einen Tag später bei Aldi Süd zum Preis von 699 Euro verkauft.