Dienstag, 11.09.2007 13:53

Arcor und Vodafone sperren Zugriff auf Pornoseiten

aus dem Bereich Sonstiges
Und genau das scheint nun der Fall zu sein. Wie ein Unternehmenssprecher von Arcor gegenüber onlinekosten.de erklärte, kam es "von einem Mitbewerber aus dem Umfeld der drei betroffenen Seiten" zu einer Aufforderung, den Zugriff auf die frei zugänglichen Seiten zu unterbinden. Welcher Anbieter es genau ist, wurde von Arcor nicht verraten. Denkbar ist, dass es sich um einen kommerziellen Anbieter handelt, der mit dem Vertrieb von Pornos über das Internet Geld verdient und um seinen Umsatz fürchtet.

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Arcor: "Wir zensieren nicht das Internet"

Seitens Arcor heißt es weiter, die eingegangenen Unterlagen seien bereits von deutschen Behörden überprüft worden, und es gehe aus ihnen hervor, dass auf den beanstandeten Seiten die aktuell gültigen Rechtsvorschriften missachtet würden. "Das auf den Websites hinterlegte Material sollte Beschränkungen unterliegen", sagte der Arcor-Sprecher. So fehle es zum Beispiel an einer Altersverifikation. Das hat zur Folge, dass auch Minderjährige jederzeit auf die pornografischen Inhalte zugreifen können. Ein Umstand, den man bei Arcor wohl nicht akzeptieren möchte.

Die erhobenen Zensur-Vorwürfe wies Arcor trotzdem ausdrücklich zurück: "Wir zensieren nicht das Internet", stellte der Unternehmenssprecher klar. Sollte auf den Seiten etwas für den Jugendschutz getan werden und der Zugang nicht mehr für Minderjährige frei zugänglich sein, sieht Arcor nach eigenen Angaben keinen Grund, die Seitensperren weiter aufrecht zu erhalten. Ferner verwies der Konzernsprecher darauf, dass ausschließlich die drei genannten Seiten gesperrt seien und derzeit mit keinen weiteren Blockaden seitens Arcor gerechnet werden müsse.

Mehr Ärger für youporn.com

Für youporn.com könnte es, parallel zu den aktuellen Entwicklungen, zu weiteren Problemen kommen. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" geht der Verband der Videothekare gegen das Videoportal vor. Er habe die Kommission für Jugendmedienschutz bei der Landesmedienanstalt in Bayern aufgefordert, Internetprovidern die Verbreitung der Internetseite zu verbieten. Hier steht möglicherweise ein fallender Umsatz aus dem Verleih von Porno-Videos im Vordergrund.
Hayo Lücke
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