Der Kabelnetzbetreiber
Unitymedia hat weiter mit hohen Investitionen zu kämpfen. Wie aus dem heute vorgelegten Finanzbericht für das zweite Geschäftsquartal des laufenden Jahres hervorgeht, musste der Kabelkonzern auch im zweiten Quartal aufgrund hoher Investitionen in die Netzinfrastruktur einen massiven Verlust verzeichnen. Gleichzeitig stieg der Umsatz des Unternehmens an.
Hoher Verlust
Im Geschäft mit Kabelanschlüssen erwirtschaftete
Unitymedia zwischen April und Juni 182,6 Millionen Euro. Wird auch die Vermarktung der Fußball Bundesliga durch arena mit einbezogen, lag der Umsatz bei 259,7 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) belief sich ohne arena auf 81,6 Millionen Euro, mit dem Fußball-Pay-TV-Geschäft auf 86,6 Millionen Euro. Unter dem Strich musste Unitymedia aber einen Verlust von 33,78 Millionen Euro einstecken. Hätte Unitymedia von Premiere nicht 42,8 Millionen Euro für die
ausgehandelte Sublizenz zur Übertragung der Spiele der Fußball Bundesliga ausgehandelt, wäre der Verlust noch deutlich höher ausgefallen.
Weiter rückläufig ist die Zahl der klassischen Basisanschlüsse im Kabelgeschäft. Sie verringerte sich laut Quartalsbericht von 4,89 Millionen im ersten Quartal auf 4,86 Millionen im zweiten Quartal. Gleichzeitig konnte die Zahl der Kabelanschlüsse, die ein Digital-Paket nutzen, von 492.000 auf 519.000 gesteigert werden. Ebenso stieg die Zahl derjenigen Kunden, die über ihren Kabel-Anschluss im Internet surfen beziehungsweise über das Kabelnetz telefonieren. Ende Juni verzeichnete Unitymedia 180.000 Internet- und 100.000 Telefon-Kunden. Drei Monate zuvor waren es 150.000 Internet- und 79.000 Telefon-Nutzer.
Bis zum Jahresende möchte Unitymedia 66 Prozent der an das eigene Kabelnetz angeschlossenen Haushalte in Nordrhein-Westfalen und Hessen Zugang zu Breitband-Internet und Telefon-Dienstleistungen anbieten. Aktuell werden 54 Prozent der Haushalte erreicht.
Arena-Kundenzahl bleibt konstant
Nahezu unverändert bleibt sich die Zahl der Kunden, die über die Unitymedia-Tochter arena eines der Fußball-Bundesliga-Pakete im Pay-TV nutzen. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Abos auf 1,07 Millionen. Davon nutzen 733.100 Kunden ein Abo über das Kabel-Netz, 341.100 Verträge beziehen sich auf den Bundesliga-Empfang über die arena-Satelliten-Plattform. Trotz diverser Sonderangebote, die von arena unter anderem unter
www.arena.tv offeriert werden, schrumpfte die Zahl der Satelliten-Kunden zwischen Ende März und Ende Juni um rund 11.600. Das liegt unter anderem daran, dass viele Kunden zu Premiere gewechselt sind, um dort beispielsweise die beliebte
5er-Kombi zu nutzen.