Trotz eines schlechten Börsenumfelds ist
die Aktie der Telekom-Tochter T-Online am Montag mit einem
zweistelligen Plus
in den Handel gestartet. Am Neuen Markt der Frankfurter Börse wurde gegen zehn
Uhr ein Erstkurs von 28,50 Euro (55,74 Mark) festgelegt; gegen 10.45 Uhr
kletterte die Aktie auf 30,70 Euro und lag damit mehr als 13 Prozent im Plus. Inzwischen (11.20) liegt der Kurs bei 32,60 Euro.
Bereits der Erstkurs entsprach gegenüber dem Ausgabepreis von 27 Euro (52,80
Mark) einem Zuwachs von 5,55 Prozent. Die übrigen Werte am Neuen Markt gaben
dagegen teilweise deutlich nach: Der Index NEMAX 50 aus den 50 wichtigsten
Werten verlor zwischenzeitlich mehr als acht Prozent, bevor sich die Verluste
auf drei Prozent begrenzten. Ab 19. Juni wird auch T-Online in den NEMAX 50
aufgenommen.
Telekom-Chef Ron Sommer betonte zum Handelsstart, die T-Online-Aktie habe
eine "großartige Perspektive" und berge "überdurchschnittliche Chancen", auch
wenn sie sich in einem sehr schwankungsanfälligen Marktsegment bewege. Wie
zuvor schon die T-Aktie auch die T-Online-Aktie der Aktienkultur in
Deutschland neue Impulse geben, zeigte sich Sommer überzeugt. Er glaube nicht,
dass "die Anleger ihre Entscheidung bereuen werden".
Die Ausgabe der mehr als 100 Millionen Aktien war laut Sommer gut 20-fach
überzeichnet. Aktien erhielten demnach alle zeichnungswilligen Teilnehmer
einer Kundenbefragungsaktion und darüber hinaus jeder dritte per Losverfahren
ermittelte Privatzeichner. Sommer bedankte sich für den "überwältigenden
Vertrauensbeweis", den die Anleger T-Online "trotz des schwierigen Umfeldes"
erbracht hätten. Alle Zeichner, die leer ausgingen oder weniger Aktien als
erwünscht erhielten, sollen dem Telekom-Chef zufolge bei der im Juni
anstehenden Ausgabe weiterer T-Aktien bevorzugt werden. Wie genau dies
geschehen soll, soll "in Kürze" dargelegt werden.