Mittwoch, 15.08.2007 12:33

Telekom-Streik stört QSC-Netzausbau

aus dem Bereich Breitband
Die QSC AG schrieb im ersten Quartal dieses Jahres erstmals schwarze Zahlen und steuert weiter auf ein positives Jahresergebnis zu. Im zweiten Quartal konnte der Kölner Netzbetreiber und DSL-Provider Umsatz und Konzernergebnis nochmals kräftig steigern. Das gute Ergebnis erwirtschafteten sich die Kölner trotz einiger Widrigkeiten: Der Streik bei der Deutschen Telekom AG verzögerte unter anderem den Ausbau der Netzinfrastruktur.

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Kräftige Steigerung

Die QSC AG konnte ihren Umsatz trotzdem um 41 Prozent auf 79,6 Millionen Euro steigern. Das EBITDA legte um 166 Prozent auf 10,9 Millionen Euro zu. Der hohe Ergebnisanstieg resultiert nach Unternehmensangaben aus dem Wachstum bei Großkunden, Geschäftskunden und Wiederverkäufern, ihr Umsatzanteil lag im zweiten Quartal dieses Jahres bereits bei 84 Prozent gegenüber 77 Prozent im Vorjahresquartal.

Unterm Strich blieb die Kasse diesmal nicht leer: Das Nettoergebnis lag bei einer halben Million Euro. Ein Jahr zuvor stand QSC aufgrund der hohen Kosten für den Ausbau des eigenen DSL-Netzes noch mit 3,1 Millionen Euro in den roten Zahlen. 2007 soll das erste Jahr werden, in dem die QSC AG schwarze Zahlen schreibt. "Unsere Konzentration auf Dienstleistungen für Unternehmenskunden basierend auf unserem Next Generation Network zahlt sich aus", erklärt QSC-Vorstandsvorsitzender Bernd Schlobohm.

Im zweiten Quartal dieses Jahres setzte QSC ihren Netzausbau fort, wobei es zu Verzögerungen bei der Bereitstellung von Vorleistungen durch den Streik bei der Deutschen Telekom kam. Der Netzausbau auf knapp 2.000 Hauptverteiler lässt sich nach Unternehmensangaben daher voraussichtlich erst im ersten Quartal kommenden Jahres beenden. Die Investitionen erhöhten sich auf 18,7 Millionen Euro gegenüber 11,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

QSC vermietet seine DSL-Leitungen vor allem an Geschäftskunden und zunehmend an Wettbewerber wie Hansenet, Freenet und 1&1. Ab dem kommenden Jahr will das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Netzabdeckung von 70 Prozent in Deutschland erreichen.
Denise Bergfeld
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