Ginge es nach dem Willen des Bundeskartellamts, dürften sich deutsche Handynutzer schon bald mit einem neuen mobilen TV-Standard vergnügen. Die Behörde gab T-Mobile, Vodafone und o2 jetzt mit vorläufigen Einschränkungen grünes Licht für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens für die Handy-TV-Übertragung auf Basis von
DVB-H.
Kartellrechtliche Genehmigung
Gestern Abend sei die "fusionskontrollrechtliche Genehmigung" erteilt worden, sagte eine Sprecher des Bundeskartellamtes gegenüber der "WirtschaftsWoche". Damit haben die drei Mobilfunk-Wettbewerber die Möglichkeit, gemeinsam eine Plattform für den DVB-H-Betrieb aufzubauen. Derzeit sind aber noch keine bundesweiten Frequenzen für die DVB-H-Übertragung verfügbar, sodass sich der Start noch bis Mitte kommenden Jahres verzögern wird.
Wie es weiter heißt, sind aber noch einige Zusagen der Unternehmen notwendig, um wettbewerbliche Bedenken auszuräumen. Die kartellrechtliche Genehmigung lasse daher noch auf sich warten. Voraussichtlich bis Ende September soll aber auch diese Hürde gemeistert werden.
Neuer Konkurrent
Die drei Mobilfunker konkurrieren in Deutschland mit einem neuen
Gemeinschaftsunternehmen von MFD Mobiles Fernsehen Deutschland GmbH und Neva Media. E-Plus hatte sich frühzeitig aus dem angedachten Netzbetreiber-Konsortium
zurückgezogen.
Hayo Lücke