Die deutschen Fußball-Profi-Vereine fürchten ein Monopol des TV-Senders Premiere im Pay-TV-Geschäft. Der neu gewählte Liga-Präsident Reinhard Rauball hofft nach dem Scheitern von arena auf neue Konkurrenz für Premiere. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa.
Mehr Geld muss fließen
Die größte Angst der Vereine sei, dass die Einnahmen aus Fernsehrechten künftig geringer ausfallen als bisher. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in Deutschland verglichen mit anderen europäischen Ländern wenig Geld durch TV-Verträge erwirtschaftet werden kann, ist diese Befürchtung nachvollziehbar. Führende Manager monieren schon länger, dass sich Topspieler aufgrund der begrenzten finanziellen Mittel nicht nach Deutschland lotsen lassen, sondern lieber dem Lockruf des Geldes aus England oder Italien folgen.
"Wir wünschen uns alle bei den Vereinen und der DFL mehr Einnahmen aus dem TV-Bereich, wir wollen natürlich Wachstum" sagte Rauball gegenüber der dpa. Gleichzeitig kündigte er an, dass das Verhältnis zwischen den Bundesliga-Übertragungen im frei empfangbaren Fernsehen und dem Pay-TV neu verhandelt werden müsse. Auch wenn es ein komplexes Thema sei.
Fans diskutieren eifrig
In Internet-Foren diskutieren Fußballfans bereits eifrig über mögliche Änderungen, die ab der Saison 2009/2010 greifen könnten. Vorschläge der Fans sehen beispielsweise vor, dass der Spieltag deutlich entzerrt wird und einzelne Bundesligaspiele auch am Samstag- oder Montagabend angepfiffen werden.
"Es muss für uns ein Paket herauskommen, bei dem alle Einzelaspekte optimal zusammenpassen. Man muss dann sehen, auf welche Einnahmen man eventuell verzichten will und kann und auf welche nicht", sagte Rauball weiter.