Der Deutschen Telekom hat der scharfe Wettbewerb auf dem deutschen Markt im zweiten Geschäftsquartal dieses Jahres einmal mehr stark zugesetzt. Der Konzern musste im Vergleich zum Vorjahr nicht nur einen deutliches Minus beim Konzerngewinn hinnehmen, sondern auch mehr als eine halbe Million Kunden zu Wettbewerbern ziehen lassen. Eigentlich nur im Auslandsgeschäft und im Vertrieb schneller DSL-Zugänge gibt es Grund zur Freude.
Insgesamt konnte die Deutsche Telekom im zweiten Quartal 15,58 Milliarden Euro umsetzen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einem Plus von 2,9 Prozent. Getrieben war dieser Anstieg durch Umsatzsteigerungen im Ausland, wo die Telekom verglichen mit dem zweiten Quartal 2006 von 6,99 Milliarden Euro auf 7,95 Milliarden Euro zulegen konnte. In Deutschland hingegen fiel der Umsatz im gleichen Zeitraum von 8,14 Milliarden Euro auf 7,62 Milliarden Euro.
Nur Mobilfunk wächst
Während der Umsatz im Mobilfunkgeschäft verglichen mit dem Vorjahr um zehn Prozent anstieg, fiel er im Breitband- und Festnetzgeschäft um 7,4 Prozent. Ein spürbarer Umsatzanstieg im Ausland konnte die Umsatzverluste in Deutschland nicht ausgleichen. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich der Umsatz im Geschäftskundenbereich.
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) konnte zwar um 1,8 Prozent auf 4,90 Milliarden Euro erhöht werden, unter dem Strich fiel der Gewinn aber deutlich in den Keller. Machte die Telekom im zweiten Quartal 2006 noch ein Plus von 1,02 Milliarden Euro, waren es ein Jahr später nur noch 608 Millionen – mehr als 40 Prozent weniger.
Für Telekom-Chef René Obermann sind die Zahlen aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Die wichtigste Botschaft zum ersten Halbjahr lautet: wir liegen im Plan, unsere Finanzziele für 2007 zu erreichen."