Endlich ist es soweit: Nachdem D-Link seinen neuen Kombi-Router bereits im vergangenen Jahr erstmals
vorstellte und alsbald eine "Professional"-Version folgen ließ, präsentiert der Hersteller von Netzwerktechnik nun eine Consumer-Ausgabe der HorstBox. Der Name des Kommunikations-Multitalents erinnert nicht von ungefähr an die
Fritzbox. Die Eschborner wollen mit "Horst" der Konkurrenz aus Berlin an die Marktanteile gehen und König "Fritz" von seinem Thron schubsen. Kein sonderlich einfaches Unterfangen, schließlich konnte AVM bereits vergangenes Jahr stolz verkünden,
Marktführer im Bereich DSL-Endgeräte zu sein.
Fritz bekommt Konkurrenz
Die HorstBox trägt die offizielle Produktbezeichnung DVA-G3342SD vereint ADSL-Modem, DSL-Router und WLAN Access Point in einem Gerät. Dabei unterstützt das Modem sowohl ADSL, als auch die neuere Technik ADSL2(+), sodass Übertragungsraten von bis zu 24 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream und maximal ein Mbit/s im Upstream mit der Horstbox möglich sind. Computer können wahlweise per Kabel über den integrierten 4-Port Ethernet Switch angeschlossen oder drahtlos per WLAN ins Netzwerk integriert werden. Das Funknetz überträgt Daten mit bis zu 54 Mbit/s, was dem weit verbreiteten
WLAN-Standard 802.11g entspricht. Auf Wunsch kann die eingebaute Antenne des Geräts durch eine mit mehr Sendeleistung ausgetauscht werden. Vor unbefugten Eindringlingen im drahtlosen Netzwerk schützen WPA und WPA2, eine integrierte Stateful Packet Inspection Firewall dichtet das Heimnetz zusätzlich ab.
Horst kann auch telefonieren
Horst der "Trendsetter" in Weiß
Sobald die Firmware Mitte August erneuert wurde, können auch Drucker und externe Festplatten über USB 2.0 am Router angeschlossen werden. Darüber hinaus bietet die Horstbox Telefonanlagen-Fähigkeiten und Anschluss für ein ISDN- sowie zwei Analog-Telefone. So können die Geräte für VoIP eines
SIP-Anbieters genutzt werden, ohne dass ein Rechner eingeschaltet sein muss. Zusätzlich bietet der Kombi-Router einen Port fürs klassische Festnetz, über das alternativ Gespräche vermittelt werden können. Mit QoS (Quality of Service) wird die verfügbare Bandbreite so verwaltet, das sie immer eine möglichst hohe Sprachqualität ermöglicht. Die Horstbox kann bis zu zehn MSN (Multiple Subscriber Numbers, Mehrfachrufnummern) und zehn SIP-Rufnummern verwalten. Außerdem unterstützt er Telefonie-Funktionen, wie anklopfen, weiterleiten oder makeln. Ein bisschen Trendsetter möchte Horst aber auch sein: Besonders stolz ist sein Hersteller nämlich auf das schlichte Design in edlem Weiß.
D-Link bringt die HorstBox DVA-G3342SD ab Mitte August in den Handel, der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 199 Euro inklusive Mehrwertsteuer und unterbietet damit die Preisempfehlung von Konkurrenten wie der
Fritz!Box Fon WLAN 7270 ordentlich. Auch die
Fritz!Box Fon WLAN 7170, die bereits vergangenes Jahr auf den Markt kam und einen vergleichbaren Funktionsumfang bietet, erhielt zum Start eine unverbindliche Preisempfehlung von 249 Euro.