Ab August kehrt die Fußball Bundesliga zurück zu ihren Pay-TV-Ursprüngen.
Premiere wird mit einem
neuen Bundesliga-Kanal auf Sendung gehen, der alle Spiele der 1. und 2. Bundesliga live und in Konferenzschaltung zeigen wird. "Premiere steht jetzt so da, wie wir uns das Ende 2005 gewünscht haben", sagte Premiere-Chef Georg Kofler heute in einer Telefon-Konferenz. Ende 2005 hatte Premiere die Bundesliga-TV-Rechte an arena
verloren, sie nun über eine
Sublizenz aber zurückgekauft. Schwache
Kundenzahlen und herbe Verluste bei arena machten es möglich.
Kein Premiere-Monopol
So sehr sich Kofler darüber freut, dass die Bundesliga wieder "zuhause" ist, so sehr übte er auch Kritik an öffentlichen Diskussionen über ein Premiere-Monopol am deutschen Pay-TV-Markt. "Es ist absurd von einem Monopol von Premiere zu sprechen", sagte Kofler. Premiere habe kein Monopol, Premiere sei Marktführer. Es gebe in den Kabelnetzen und über Satellit ein Dutzend anderer Marktteilnehmer im Pay-TV-Segment. Man müsse auch die "europäischen Realitäten" im Auge behalten. "In jedem hoch entwickelten Markt gibt es nur ein profitabel arbeitendes Pay-TV-Unternehmen", so der Premiere-Chef.
Der neue Bundesliga-Kanal
Premiere Bundesliga soll künftig sowohl über die Kabelnetze und über Satellit zu empfangen sein, aber auch über den Internetstream bei T-Home. Es sei Unsinn, zwei TV-Produktionen für TV und IPTV parallel zu betreiben. Premiere und die Deutsche Telekom werden das Bundesligaprogramm künftig gemeinsam produzieren und der Pay-TV-Sender sich an den anfallenden Kosten beteiligen.
Auf dem Kanal "arena home" sollen künftig die Bundesliga-Übertragungen von Premiere laufen. Dabei werden 612 Spiele live und in Wiederholungen gezeigt. Außerdem soll es Reportagen und Dokumentationen geben. Noch unklar ist, wie das Programm genau strukturiert und aufgebaut wird. Darüber will Premiere Anfang August gesondert informieren. Möglich, dass auch bisherige arena-Redakteure dann wieder bei Premiere an Bord gehen. "Wir sind nicht nachtragend", sagte Kofler und forderte indirekt zu Bewerbungen auf.