Mittwoch, 18.07.2007 21:41

DFL winkt arena-Sublizenzierung durch

aus dem Bereich Sonstiges
Nach dem Bundeskartellamt hat auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) grünes Licht für die Kooperation der beiden TV-Sender arena und Premiere gegeben. Letzte Detailfragen hinsichtlich einer Sublizenzierung der Bundesliga-Übertragungsrechte seinen geklärt worden, teilte die DFL am Abend mit.

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Für die Fans

Im Sinne des Fans und auf ausdrücklichen Wunsch von arena stehe die DFL einer Einigung zwischen arena und Premiere nicht im Wege, heißt es. Die Liga bedauert nach eigenen Angaben, dass die ursprünglich geplante Lösung, welche einen Fortbestand von arena als eigenständiger TV-Anbieter gewährleistet hätte, vom Bundeskartellamt nicht genehmigt worden ist. Zuletzt hatte es laut eines Berichts des Magazins "Stern" zwischen arena und DFL Streitigkeiten um mehrere Millionen Euro gegeben. Die DFL forderte eine Beteiligung an den Mehreinnahmen, die arena durch den Weiterverkauf der Livespiel-Rechte an Premiere erzielen können wird.

Mit ungewöhnlich scharfer Kritik hat der Vorstand des FC Bayern München die heutige Entscheidung des Bundeskartellamts kritisiert. "Das Kartellamt ist eigentlich dazu da, ein Monopol zu verhindern – jetzt haben sie ein Monopol geschaffen", sagte Bayern Manager Uli Hoeneß. Auch für Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist die Entscheidung nicht nachvollziehbar. "Ich dachte, sie sollten Monopole verhindern und nicht kreieren."

Neuen Konkurrenten Zeit geben

Für das Ende dieses Jahres anstehende Bieterverfahren über die Vergabe der TV-Rechte ab der Saison 2009/2010 hofft Hoeneß trotzdem auf Konkurrenz auf dem Pay-TV-Markt. "Ich hoffe nur, dass da ein weißer Ritter auftaucht, der die Konkurrenz schafft, die Herr Kofler dringend braucht, sonst haben wir ein Problem." Gleichzeitig gab der Bayern-Manager der DFL den Rat, sich mit der Vergabe der Senderechte Zeit zu lassen. "Man muss einem neuen Mitkonkurrenten Zeit geben, sich zu formieren. Das dürfte bis Jahresende nicht möglich sein. Ich bin ich mir ziemlich sicher, dass sich einige große Konzerne schon ihre Gedanken machen."
Hayo Lücke
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