Dienstag, 17.07.2007 18:01

Arena und DFL streiten um Millionen

aus dem Bereich Sonstiges
Auch wenn eine Entscheidung noch nicht offiziell verkündet wurde, sieht alles danach aus, als ob ab der kommenden Saison die Live-Übertragungen der Fußball Bundesliga und 2. Bundesliga von Premiere produziert werden. Aufgrund kartellrechtlicher Bedenken und herben Verlusten wird der bisherige Rechteinhaber arena die erworbenen TV-Rechte an Premiere weiterverkaufen. Noch könnte die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem Vorhaben aber einen Riegel vorschieben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Stern" unter Berufung auf Insiderkreise.

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Steit um Millionen

Wie es heißt streiten die DFL und arena über eine Gewinnbeteiligung. Eine Klausel im Rechtevertrag der DFL mit arena sehe vor, dass die Klubs an den Einnahmen aus Sublizenzen beteiligt werden, wenn diese die ursprünglichen Rechtekosten übersteigen. Von Mehrerlösen sollen bis zu einer Höhe von 20 Millionen Euro nach Informationen des Magazins Dreiviertel der DFL zustehen. An allen weiteren Einnahmen sei die DFL immerhin noch mit 25 Prozent zu beteiligen.

Arena bestreitet nach Insider-Angaben nun, dass diese Regelung auch für den Fall der kompletten Weitergabe der Rechte gelte. Die DFL ihrerseits beharre auf einer Beteiligung. Es gehe um schätzungsweise rund 30 Millionen Euro pro Saison, heißt es weiter. Die DFL drohe damit, bei der Sublizensierung an Premiere Schwierigkeiten zu machen. Offenbar kann das Geschäft nur mit Zustimmung der Liga stattfinden.

Entscheidung vertagt

DFL und arena wollten den Fall nicht kommentieren. Unterdessen hat das Bundeskartellamt seine Entscheidung über eine mögliche Zustimmung zu der Sublizenzierung vertagt. Einige offene Fragen seien durch Premiere und arena nicht beantwortet worden.
Hayo Lücke
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