Wer mit dem Handy telefoniert, möchte in vielen Fällen einfach nur erreichbar sein oder in Notfällen selber telefonieren können. Doch Mobiltelefone bieten heutzutage meist viel mehr als einfache Telefonfunktionen. So bietet etwa der Marktführer
Nokia mit dem Modell 6290 ein Klapphandy an, das mit seiner integrierten Quadband-Antenne nicht nur weltweit in GSM-Netzen einsetzbar ist, sondern seine Nutzer auch mit vielen interessanten Extras begeistern möchte. Ob das Telefon in der Praxis das halten kann, was es in der Theorie verspricht, hat unsere Redaktion genauer untersucht.
Alles Kunststoff
Auf den ersten Blick gewöhnungsbedürftig ist die Form des Nokia 6290. Lange hat der finnische Konzern keine Klapphandys produziert und auch heute wirken Nokia-Modelle dieser Art eher klobig. Das gilt für das
Nokia 6085 ebenso wie für das 6290. Ein Gewicht von vergleichsweise schweren 115 Gramm bei Abmessungen von 94 x 50 x 21 Millimetern verdeutlicht dies. An der Verarbeitung ist grundsätzlich nichts auszusetzen. Da das Handygehäuse rundum aus Kunststoff produziert wurde, wirkt das Gerät insgesamt dennoch recht billig.

Erfreulich ist, dass Nokia seinem Handy auch
UMTS-Unterstützung spendiert hat. Sofern das vom Nutzer ausgewählte Mobilfunknetz entsprechend ausgerüstet ist, sind Online-Verbindungen mit bis zu 384 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) möglich. Auf der anderen Seite ist kritisch anzumerken, dass der UMTS-Datenturbo
HSDPA, der Übertragungen von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) ermöglicht, ebenso wenig genutzt werden kann wie
EDGE. Mit EDGE lassen sich Internetdownloads in klassischen GSM-Netzen von etwa 55 kBit/s auf rund 200 kBit/s steigern.
Deutlich fortschrittlicher zeigt sich Nokia in Sachen Displays. Ein Klapphandy sollte immer zwei Bildschirmen ausgestattet sein. Aus dem einfachen Grund, dass das Telefon bei eingehenden Anrufen dann nicht erst aufgeklappt werden muss, um sehen zu können, wer gerade anruft. Dem 6290 haben die finnischen Designer sowohl ein 1,36 Zoll großes Außen- als auch ein 2,2 Zoll großes Innendisplay spendiert. Während das Außendisplay bei einer Auflösung von 128 x 160 Pixel immerhin 262.144 Farben darstellen kann, bringt es das Innendisplay bei 300 x 240 Bildpunkten auf beachtliche 16,7 Millionen Farben. Das ist aktuell gemessen an der Farbanzahl auf dem Handymarkt das Beste, was erhältlich ist.