Die Wettbewerber der Deutschen Telekom schmieden offenbar Pläne, ein gemeinsames
VDSL-Netz auszubauen. Dies berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am heutigen Montag in der Online-Ausgabe.
Kosten aufteilen
Für einen einzelnen Provider sei es wirtschaftlich gesehen kaum möglich, ein eigenes VDSL-Netz zu errichten. Die Telekom rechnet nach eigenen Angaben mit Investitionen von
drei Milliarden Euro für den Aufbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes. Um sich diese immensen Kosten teilen zu können, ziehen die Wettbewerber nun eine Kooperation in Erwägung. Laut FAZ werden dabei vier verschiedene Modelle in Betracht gezogen. Die erste Variante sei die Gründung einer gemeinsamen Netzgesellschaft, die den Ausbau finanziert und dann die Netzkapazität zu gleichen Konditionen an die Wettbewerber verkauft.
Verschiedene Kooperationsmodelle
Eine zweite Möglichkeit sei, dass sich die Wettbewerber den Ausbau geographisch aufteilen und sich anschließend gegenseitig Kapazitäten zur Verfügung stellen. Beim dritten Modell sollen die Haushalte ohne Umweg über die Telekom per Glasfaser direkt an das Netz angeschlossen werden. Die vierte Möglichkeit sei der gemeinsame Netzausbau mit der Telekom und der anschließende Austausch von Kapazitäten.
Die Bundesnetzagentur hatte Ende Juni
verfügt, dass die Telekom ihre Kabelkanäle zwischen den Hauptverteilern und den Kabelverzweigern für die Wettbewerber öffnen muss. Falls kein direkter Zugang möglich ist, sollte die Telekom sogar verpflichtet sein, anderen Unternehmen den Zugang zu unbeschalteten Glasfaserleitungen zu ermöglichen. Falls die Wettbewerber und die Telekom zu keiner freiwilligen Einigung kommen, werde die Bundesnetzagentur die Bedingungen festlegen.