Samstag, 07.07.2007 16:01

Vodafone Datentarife mit "Dienste-Diskriminierung"

aus den Bereichen Mobilfunk, VoIP
Laut Vodafone ist dieser Schritt rechtlich wie regulatorisch kein Problem. Schließlich habe man bereits zwei Jahre zuvor auf die Maßnahme hingewiesen, so ein Unternehmenssprecher. Skype wäre da sicher anderer Meinung, schließlich hat der VoIP-Anbieter jüngst in den USA eine Petition bei der US-Regulierungsbehörde FCC eingereicht und offene Mobilfunknetze gefordert. Zumal das VoIP-Verbot bei Vodafone nicht bedeutet, dass die Düsseldorfer generell kein Interesse an der Internet-Telefonie hätten. Vielmehr prüfe man derzeit eigene Produkte, wie die Präsentation von Vodafone IP-Phone Professional auf der diesjährigen Cebit zeigte.

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VoIP lieber selbst gemacht

Dabei erhalten Unternehmenskunden eine Software zur Verfügung gestellt, die Handy-Funktionen mit den Vorteilen eines Softphones verbinden soll. Eines der wichtigsten Merkmale dabei ist das so genannte Dual-Ringing, bei dem eingehende Anrufe sowohl auf dem Handy-Display als auch am Computer signalisiert werden. Darüber hinaus sollen damit Handy-Funktionen wie SMS oder Videotelefonie per PC zugänglich sein. Auch eine gemeinsame Mailbox für Rechner und Handy soll es geben. Wann dieses Angebot jedoch auf den Markt kommen soll und ob er preislich auch für Privatkunden interessant sein wird, konnte uns vonseiten des Unternehmens bislang nicht mitgeteilt werden.

WLAN und Callthrough als Alternativen

Passionierte VoIP-Nutzer haben aber Alternativen, mit denen sie weiterhin mobil übers Internet telefonieren können. So sind Sprach-Verbindungen über WLAN-Hotspots von der Vodafone-Regelung natürlich nicht betroffen. Neue Techniken, wie UMA (Unlicensed Mobile Access) oder auch die Lösung von eteleon sorgen zudem dafür, dass Gespräche künftig nahtlos zwischen WLAN- und GSM-Netzen übergeben werden können, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Verbindung kommt. Interessant, wenn auch eher aus der Rubrik "Orchideen-Anwendung", ist außerdem die Idee einer Callthrough-Nummer. Unternehmen, wie Mycotel, SparRuf oder auch Pepphone bieten ihren Kunden dafür Einwahlnummern im deutschen Festnetz. Mobilfunkkunden, die beispielsweise eine Handy-Flatrate für Festnetz-Gespräche haben, können diese Rufnummern kostenlos erreichen. Der Server des VoIP-Anbieters vermittelt dann das gewünschte Gespräch – und der Mobilfunknetzbetreiber bekommt davon nichts mit.
Aleksandra Leon
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