Donnerstag, 05.07.2007 14:02

Positive Wende für Premiere und arena

aus dem Bereich Sonstiges
Es kommt Bewegung in die kartellrechtliche Überprüfung von Premiere und arena. Die sehr kritische Bewertung einer möglichen Zusammenarbeit wurde von den Kartellwächtern aufgegeben. Kartellamts-Sprecherin Silke Kaul sagte am Donnerstagnachmittag im Gespräch mit unserer Redaktion, der vor einer knappen Woche von beiden Beteiligten vorgelegte Entwurf sei grundsätzlich geeignet, die Bedenken der Behörde auszuräumen. An einigen Punkten müsse jedoch nachgebessert werden. Um welche Punkte es sich genau handelt, wollte Kaul nicht sagen.

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Einigung bis Mitte Juli erhofft

Mit Blick auf die in wenigen Wochen beginnende neue Saison der Fußball-Bundesliga hofft das Bundeskartellamt auf eine schnelle Einigung. Kaul unterstrich die Äußerungen von Kartellamtspräsident Bernhard Heitzer gegenüber der "Süddeutschen Zeitung", dass bereits Mitte Juli das Verfahren abgeschlossen sein könnte. Es komme nun darauf an, wie schnell sich Premiere und arena über die noch montierten Punkte einigen können. Beide Pay-TV Anbieter hatten sich wiederholt viel Zeit genommen, dem Kartellamt eine prüfbare Vereinbarung vorzulegen. Nach Gesprächen mit Vertretern beider Sender liege "der Ball" nun wieder bei den Unternehmen, sagte Heitzer. Die Premiere-Aktie legte am Donnerstag im MDax um bis zu 5,4 Prozent auf 18,48 Euro zu.

Kernpunkt ist die weiter angestrebte Vermarktung von arena über die Satellitenplattform von Premiere. Am 8. Februar war ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen worden, nach Interventionen des Kartellamtes kam am 18. April das vorläufige Aus. Das Bundeskartellamt will vor allem herausfinden, ob Premiere durch die Zusammenarbeit einen wettbewerbsrechtlich bedenklichen Einfluss auf arena bekommt.

Der Münchner Pay-TV Sender unterlag bei der Rechtevergabe vor 18 Monaten der Unitymedia-Tochter arena, die seither mit enormen Verlusten zu kämpfen hat. Aber auch Premiere setzt die Tatsache zu, die Bundesliga innerhalb weniger Monate erneut verloren zu haben.
Stefan Hagedorn
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