Auch WiFi Ads sei gut angenommen worden: Hierbei können neue Nutzer einen 30-Sekunden-Werbespot ansehen und erhalten dafür 15 Minuten kostenlos Zugang zum FONspot. Rund zehn Prozent der Gäste haben anschließend einen Tagespass gekauft und viele sollen auch mehrmals wiedergekommen sein, so FON.
Pläne zur Sicherung
Das Problem: Wer sich den Werbespot ansieht, muss sich lediglich mit Namen und E-Mail Adresse registrieren, verifiziert werden die Angaben jedoch nicht. Damit niemand sich mehrfach auf diesem Weg einwählt, wird zusätzlich die MAC-Adresse protokolliert, die aber ohne weiteres gefälscht werden kann. Diese Herabsetzung der Zugangsbarriere hat jedoch vor allem in Deutschland für Besorgnis unter den FON-Mitgliedern gesorgt. Nun arbeite man an einer Lösung, die diesen Sicherheitsbedenken gerecht wird und gleichzeitig einen einfachen Zugang zum FONspot ermöglicht. Zwar habe man Systeme, die Unregelmäßigkeiten prüfen und bisher keine Regelverstöße oder Missbrauch festgestellt. Dennoch arbeite man derzeit an einer Authentifizierung per SMS, so FON.
Darüber hinaus weisen die Spanier auf die unklare Rechtslage in Deutschland hin. Hierzulande gebe es nämlich keine gesetzliche Regelung dazu, wie ein WLAN geschützt werden soll. Einziger Anhaltspunkt sei ein Gerichtsurteil des Landgerichts Hamburg: Dort entschied ein Richter, dass der Besitzer einer Internetleitung in der Beweispflicht ist, wenn ein Unbekannter illegale Inhalte über seinen Anschluss herunter geladen hat.
Im verhandelten Fall ging es um illegales Filesharing, das von einem Fremden über einen offenen WLAN-Router betrieben worden sein soll. Der FON-Router erfülle jedoch beinahe wörtlich die Anforderungen des Hamburger Urteils, da hier das private WLAN-Signal WPA-verschlüsselt werde und der öffentliche Zugang nur mit Username und Passwort möglich ist, die zentral von FON verwaltet würden. Außerdem könnten Foneros in ihrem Mitgliederbereich einsehen, ob und wann es Gastverbindungen auf ihrem Router gab.
Aleksandra Leon