Der Mann mit dem Apfel hat die Welt verändert. Mit seiner Firma Apple startete Steve Jobs in den 70er Jahren den Eroberungsfeldzug des Personal Computer. In den 80er Jahren machte er die Computerbedienung mit Hilfe der Maus kinderleicht und revolutionierte im neuen Jahrtausend mit dem zum Kultobjekt aufgestiegenen iPod das Musikgeschäft. Heute folgt der nächste Streich des 52-Jährigen: In den USA bringt Apple sein Musik-Handy
iPhone in die Läden. Mit dem futuristisch anmutenden Telefon will Jobs eine kleine Revolution auf dem Handymarkt anzetteln und Apple endgültig als Trendsetter auf dem Markt für Unterhaltungselektronik etablieren.
Start in einer Garage
Wie so viele Erfolgsgeschichten des Computerzeitalters beginnt auch die von Apple in einer Garage. Die Garage in Kalifornien gehörte in diesem Fall den Adoptiveltern von Steve Jobs, der 21-Jährige baute dort Ende der 70er seine ersten Computer. Das magere Startkapital des Studienabbrechers belief sich auf 1300 Dollar und stammte aus dem Verkauf seines VW-Busses. Zuvor hatte Jobs auf einer Indienreise nach spiritueller Erleuchtung gesucht und bei Atari, der US-Kultfirma aus Elektronik-Pioniertagen, an Videospielen herumgetüftelt. In der Garage brütete er mit Kumpel Steve Wozniak eine bahnbrechende Idee aus: Computer sollten so einfach werden, dass jeder sie im Alltag bedienen kann.
Mac als Premiere
Heraus kam dabei schließlich der revolutionäre Macintosh-Computer, der von 1984 an den Weltmarkt eroberte. Jobs' Erfolg gründete auf einer Masche, die er bis hin zur Entwicklung des iPhone weiter verfeinerte: Er wittert Trends und setzt sie dann in Massenprodukte um, die durch kühnes Design und einfache Bedienung überzeugen. Musik-Handys gibt es zwar schon lange - so wie es vor dem Macintosh bereits Computer gab. Doch Jobs machte sich zur Aufgabe, Bestehendes zu perfektionieren. Neu am iPhone ist, dass es den weltweit erfolgreichen Apple-MP3-Player iPod mit einem Handy kombiniert. Und: Es wird nicht über Knöpfe bedient, sondern über einen neuartigen Berühr-Bildschirm.