Die schwedische
The Pirate Bay ist in den vergangenen Monaten schon häufig in die Schlagzeilen geraten. Im Mai wurde der BitTorrent-Communuity Opfer eines
Hackerangriffs, vor ziemlich genau einem Jahr wurden von den schwedischen Behörden mehrere Server
beschlagnahmt. Nun ist die Piratenbucht mit dem eigenen Bildertauschdienst Bayimg online gegangen. Wie bei der Piratenbucht üblich, ist auch diesmal eine medienwirksame Aktion im Gepäck.
Registrierung nicht erforderlich
Bei
Bayimg herrscht die Internet-Anarchie. Die Betreiber wollen bewusst keinerlei Kontrolle oder Zensur über die hochgeladenen Bilder ausüben. Wer Bayimg nutzen möchte, kann sogar auf die normalerweise obligatorische Registrierung verzichten und braucht weder seinen Namen, noch eine E-Mail Adresse preisgeben. Damit wird Bayimg zum anonymen Tummelplatz für Bilderfetischisten. Das komplette Gegenteil spielt sich derzeit beim deutschen Ableger des Bilderdienstes
Flickr ab, der momentan mit Zensurvorwürfen überhäuft wird.
Höhere Geschwindigkeit
Mit Komfortfunktionen und einer deutlich höheren Geschwindigkeit will man sich von Flickr abgrenzen. Die Verwirklichung der Meinungsfreiheit wird bei The Pirate Bay unter Hinweis auf die Demokratie groß geschrieben. Die Bilder müssen lediglich den schwedischen Gesetzen entsprechen. Bis zu 140 Bildformate werden akzeptiert, zusätzlich können auch RAR- und ZIP-Dateien mit einer maximalen Größe von 100 Megabyte hochgeladen werden. Dabei erscheint der so genannte "Removal Code". Dieser Link ist die einzige Möglichkeit, das Bild wieder aus dem Dienst zu entfernen. Bei Bayimg kann dies nur der Anwender, der das jeweilige Bild auch online gestellt, tun. Der Bilderdienst erstellt automatisch die entsprechenden Bilderalben. Nach eigenen Angaben wird auf sämtliche Bilder weder Copyright, noch eine Lizenz erhoben. Bislang zählt Bayimg schon mehr als 100.000 Bilder, Tendenz stark steigend.
Auch im
Videogeschäft will The Pirate Bay künftig mitmischen.
thevideobay.org läuft seit einigen Wochen für eine Gruppe handverlesener Benutzer als geschlossener Beta-Test. Wann der Dienst offiziell starten wird, steht noch nicht fest. Damit gibt es einen neuen Mitbewerber für YouTube, MyVideo, Clipfish & Co. Vermutlich verzichten die Schweden auch bei den Videoclips auf jegliche Kontrollinstanzen.