Samstag, 23.06.2007 15:01

Die neuen Auslandstarife der großen Vier

aus dem Bereich Mobilfunk
Kurz vor der Urlaubssaison haben die deutschen Mobilfunkanbieter konkretisiert, wie sie den neuen EU-Tarif für Auslands-Handygespräche einführen wollen. Dann dürfen Gespräche aus dem EU-Ausland nach Deutschland nur noch rund 58 Cent pro Minute, eingehende Gespräche nur noch rund 29 Cent pro Minute. Wir bieten einen Überblick mit Tipps für die Handy-Kunden.

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T-Mobile

Deutschlands größter Mobilfunkanbieter mit rund 33 Millionen Kunden bietet die neuen EU-Tarife bereits ab 1. Juli an. Dann kosten Anrufe 58 Cent pro Minute, eingehende Gespräche 28 Cent pro Minute. Die etwa zehn Millionen Kunden mit dem aktuellen Auslandstarif namens "Weltweit" werden automatisch umgestellt. Alle anderen müssen sich aktiv darum kümmern. Das ist schon jetzt möglich. Bis 1. Juli werden diese Kunden auf den bisherigen "Weltweit"-Tarif umgestellt. Danach gelten die EU-Konditionen.

Vodafone

Bei der Nummer zwei mit rund 30 Millionen Kunden dürfte die Umstellung frühestens im Laufe des Augusts kommen. Kunden von Vodafone haben aber eine Alternative: Der Auslands-Tarif "Reiseversprechen" ist laut Verbraucherschützern für die meisten Kunden billiger als der EU-Tarif und gilt außerdem in den Reiseländern Türkei, Schweiz und Ägypten. Wer das "Reiseversprechen" schon hat, behält es automatisch. Alle anderen erhalten den EU-Tarif, außer, sie entscheiden sich aktiv für das Vodafone-Angebot.

E-Plus

Der drittgrößte deutsche Mobilfunkanbieter, zu dem auch die bekannten Marken Base und simyo gehören, will die meisten seiner rund 13 Millionen Kunden zum 1. August auf die neuen EU-Tarife umstellen. Die sieben Millionen Kunden mit Guthaben-Karte bekommen alle den neuen Tarif. Vertragskunden bekommen den neuen Tarif nur automatisch, wenn sie schon den Auslands-Tarif "International" nutzen. Wer den älteren, in einigen begrenzten Fällen günstigeren Auslandstarif von E-Plus nutzt, muss sich aktiv für den EU-Tarif entscheiden.

02

Der vierte deutsche Netzbetreiber will seine elf Millionen Kunden erst Ende August auf den EU-Tarif umstellen. Dabei stellt O2 aber jene rund 2,5 Millionen Nutzer, die bisher schon den hauseigenen Auslandstarif "EU-Option", bei dem abgehende und eingehende Gespräche 59 Cent pro Minute kosten, nicht automatisch auf den neuen EU-Tarif um. Die Kunden werden nur informiert und müssen sich aktiv für den EU-Tarif entscheiden. Lediglich jene Kunden, die die "EU-Option" noch nicht nutzen, werden automatisch Ende August auf EU-Tarif umgestellt.
Denise Bergfeld / afp
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