Breitband-Internet liegt voll im Trend, das zeigen die seit Jahren stetig steigenden Nutzerzahlen. Nun stellt das Statistische Bundesamt fest, dass auch mehr als die Hälfte der Unternehmen mittlerweile den schnellen Internetzugang bevorzugen. Bereits im vergangenen Jahr nutzten rund 54 Prozent aller deutschen Unternehmen Breitbandanbindungen. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 waren es noch 36 Prozent, ein Jahr später immerhin schon 44 Prozent.
DSL ist Favorit
Dabei hat bei den Zugangsarten – wie zu erwarten war – DSL die Nase vorn. Ein Grund dafür dürfte die Entwicklung sein, wie sie kürzlich eine
Studie feststellte, die vom Verband der Anbieter von Kommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in Auftrag gegeben worden war. Demnach sind die durchschnittlichen Preise für einen DSL-Anschluss seit 2003 um 37 Prozent gesunken, während die Bandbreite anstieg. Laut Statistischem Bundesamt spielten
alternative Breitband-Übertragungsarten, wie Internet per TV-Kabel, Satellit oder Stromleitung (Powerline), bislang hingegen nur eine untergeordnete Rolle.
Deutschland immer noch unter Durchschnitt
Auch auf europäischer Ebene geht es in Sachen Breitband-Anbindungen voran. So stellt das Statistische Bundesamt fest, dass sich seit 2006 rund 80 Prozent der Unternehmen für Highspeed-Anschlüsse entschieden hat. Die Anzahl bezieht sich auf Unternehmen in den 25 Ländern der EU, die zehn oder mehr Beschäftigte haben. Spitzenreiter waren vergangenes Jahr wieder die skandinavischen Länder: Hier sind bereits 90 Prozent der Unternehmen mit Breitband-Anschluss im Netz. In Deutschland sind es lediglich 77 Prozent, was laut Statistischem Bundesamt leicht unter dem Durchschnitt der 25 EU-Länder liegt.
Aleksandra Leon