Montag, 18.06.2007 15:01

LG KU-250: Das Volks-UMTS-Handy

aus dem Bereich Mobilfunk
Nicht weniger als zwölf internationale Mobilfunknetzbetreiber, darunter T-Mobile, Vodafone und Telefonica, Telenor und Orange, haben sich aufgemacht, die UMTS-Technik populärer zu machen. Musik-Downloads auf das Handy und Videotelefonie gehören zwar schon lange zum Alltag, in vielen Ländern hapert es aber bislang an erschwinglichen UMTS-Handys. Das soll sich nach dem Willen des internationalen Branchenverbandes GSM Association (GSMA) ändern. Mit dem Modell LG-KU250 des Herstellers LG Electronics sollen in erster Linie Schwellenländer an UMTS herangeführt werden.

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"3G for All"

Das LG KU-250 gilt das Hauptargument des vom GSMA ins Leben gerufenen "3G for All"-Programms. Das Billig-Handy der "dritten Generation" soll aber nicht nur in Schwellenländern auf den Markt kommen. Auch auf gut entwickelten Märkten soll das 3G-Handy das Geschäft ankurbeln. Vorerst sind Österreich, Italien und Großbritannien im Gespräch, aber auch in Asien, Afrika und den Nahen Osten soll das LG KU-250 mittelfristig zu haben sein.

Noch im Juni wollen die Netzbetreiber Orange und Drei mit der Vermarktung des Gerätes beginnen. Wie ein Sprecher des Herstellers LG am Freitagnachmittag erklärte, sei über eine Markteinführung in Deutschland noch nicht entschieden. Wann es hierzulande im Regal stehen soll, darüber wird in den kommenden Wochen eine Entscheidung erwartet.

Auf allen Ebenen überzeugend

Die ehrgeizige Prognose des Branchenverbandes rechnet mit etwa 85 Millionen neuen 3G-Nutzern allein in diesem Jahr. Um das begehrte Siegertreppchen beim GSMA-Verbandes hatten sich acht Handyhersteller mit insgesamt 19 Modellen beworben. Acht Kriterien entschieden zugunsten des LG-Handys. Dabei wurde Wert auf Funktionalität, Handhabbarkeit, Logistik, Marktakzeptanz, Preis, Service, Support, strategisches Engagement und Formfaktor gelegt.
lg_ku250a.jpg


Das Gerät mit den Abmessungen 110,9 x 46,7 x 15,6 Millimeter wiegt 73 Gramm. Das Display hat eine Auflösung von 176 x 220 Pixel und stellt bis zu 262.144 Farben dar. Der mit zehn Megabyte recht kleine interne Speicher lässt sich durch miroSD-Speickerkarten problemlos erweitern. Für den schnellen Datentransfer sorgen UMTS und der im Vergleich deutlich langsamere GPRS-Standard, zusätzlich unterstützt das Gerät Bluetooth und verfügt über eine USB-Buchse. Eine 1,3 Megapixel-Digitalkamera ist ebenfalls an Bord.

Einen Einheitspreis für das "UMTS-Volkshandy" gibt es nicht. Dieser soll von den Mobilfunkbetreibern für den jeweiligen Markt individuell festgelegt werden.
Stefan Hagedorn
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