Bei der jährlichen Entwicklerkonferenz am vergangenen Montag ließ Apple nicht nur den
Leoparden aus dem Sack, sondern startete auch einen Angriff auf Microsofts Internet Explorer. So steht nun der Browser
Safari erstmals auch für Windows-Betriebssysteme bereit und bringt ein bisschen Apple-Feeling auf den XP- oder Vista-Rechner. Apple-Chef Steve Jobs bezeichnete den neuen Safari als den "innovativsten" und "schnellsten" Browser auf Windows und gab damit einen weiteren Grund zu einem ersten Test.
Public Beta
Safari 3 steht seit Montag als öffentliche Beta-Version bereit. Wie Apple mitteilte, wurde der Browser in den ersten 48 Stunden nach dem Launch bereits mehr als eine Millionen Mal heruntergeladen. Dabei handelte es sich noch um die erste Version, denn am Donnerstag schob Apple nach nur drei Tagen das erste Update auf Version 3.01 nach, mit der drei sicherheitsrelevante Fehler ausgebügelt wurden. So werden nun URLs sorgfältiger überprüft, zuvor konnten Angreifer offenbar über präparierte Websites Code einschleusen und ausführen.
Ein weiterer Fehler im Speicher konnte den Browser zum Komplett-Absturz zwingen oder die Ausführung von fremden Codes ermöglichen. Zudem konnten Angreifer eine weitere Lücke auszunutzen: Mit manipulierten Hyperlinks konnten ahnungslose Nutzer auf eine verseuchte Website gelockt werden, um so ihre geheimen Daten wie beispielsweise Passwörter auszuspionieren.
Safari mit Hindernissen
Die Installation des Browser-Neulings ging unter Windows XP zügig vonstatten und er ließ sich auch ohne Neustart des Betriebssystems öffnen. Einen gesonderten Ladebalken gibt es nicht, stattdessen zeigt die Adressleiste den Fortschritt an. Diese kann in der Breite individuell angepasst werden.