Freitag, 15.06.2007 12:31

Profi-Gamer kämpfen um ein Ticket nach Paris

aus dem Bereich Sonstiges
Von Nicole Braun
Svenja Honselmann ist eigentlich eine normale junge Frau. Die 24-Jährige studiert im dritten Semester Wirtschaftsinformatik und geht gerne ins Kino. Manchmal trifft sie sich aber mit vier anderen Freundinnen. Allerdings nicht zum Shoppen. Svenja ist eSportlerin. Ihre Disziplin: Counter-Strike, ein Taktik-Spiel, bei dem Teamwork, viel Training und Erfahrung zum Erfolg führen.

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Bundesliga für Gamer

Jan Stolle ist der Team-Captain der Männer-Mannschaft, die zur selben Organisation gehört wie das Team von Svenja. "Mittlerweile gibt es zu den bekanntesten Spielen viele Onlineturniere, sogar eine Art Bundesliga in Deutschland", erklärt der 21-Jährige. "Auf diesen Turnieren geht es meist um hohe Geldpreise und natürlich die Ehre". Um oben mitspielen zu können, müsse man viel trainieren und als Mannschaft harmonieren, genau wie im Fußball.

Profi-Computerspieler nennen sich selbst eSportler. Nach der Definition des Deutschen eSport Bund (ESB) bezeichnet eSport "das wettbewerbsmäßige Spielen von netzwerkbasierten Computer- oder Videospielen im Einzel- oder Mehrspielermodus". Dies setzt, wie in jeder Sportart, faire Wettkämpfe voraus, in denen sich die Sportler untereinander messen. Einen wesentlichen Bestandteil im eSport sind die "Clans". Sie organisieren sich ähnlich wie ein Verein und sind die Organisatoren im Hintergrund.

Ohne Teams geht es nicht

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Svenja bei der "Arbeit". Foto: Alternate
Die besten Spieler verdienen mit ihrem Hobby sogar noch ein wenig Geld. Dass ein Top-Spieler auch in Deutschland ein Gehalt bekommt ist eine Voraussetzung, um national und international als Team erfolgreich zu sein. Inzwischen kann ein Clan für Spieler und Teams in den wichtigsten eSport-Disziplinen Counter-Strike, WarCraft3 und FIFA schnell auf einen fünfstelligen Betrag im Monat kommen. Je nach Vertrag erhalten die eSportler einen Teil der Preisgelder, dürfen diese sogar ganz behalten oder bekommen zusätzliche Provisionen für gewonnene Turniere. Im vergangenen Monat trat Svenja Honselmann gemeinsam mit ihren vier Team-Kolleginnenn als das Frauen-Team von Alternate aTTaX, Team der Alternate Computerversand GmbH, bei den nationalen Ausscheidungen des Electronic Sports World Cup (ESWC) in Köln an.
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