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Für MusicStation haben sich unter anderem die vier großen Musikverlage Universal Music Group, EM Music, Sony BMG und Warner Music International, Handyhersteller wie Nokia, Sony Ericsson, Motorola und Samsung sowie etwa 30 Mobilfunkbetreiber zusammengefunden, um eine kostengünstige Download-Plattform für Europa, Asien und Afrika auf den Weg zu bringen.
Das neue Angebot stammt vom britischen Musikspezialisten Omnifone, der schon seit vier Jahren Erfahrungen mit mobilen Download-Angeboten gesammelt hat. Kooperiert wird mit dem Marktführer für mobile Unterhaltungsangebote, Musiwave. Mehr als 35 Mobilfunkbetreiber in 25 Ländern stellen Musiwave-Angebote ihren Kunden bislang zur Verfügung.

Bild: omnifone.com
Pauschal-Tarife mit einem Haken
Für einen günstigen Festpreis von 2,99 Euro pro Woche soll der Kunde eine Flatrate buchen können. Das bedeutet, er kann unbegrenzt viele Songs herunterladen. Für 3,99 Euro pro Woche soll es ein Premium-Angebot geben, das auch den Download auf den PC ermöglicht. Dafür muss jedoch eine zusätzliche Software auf dem Handy installiert werden. Etwa 1,2 Millionen Titel stehen zur Auswahl, die Kosten für den Datentransfer sind dabei im Preis inklusive. Dabei ist es egal, ob GSM oder UMTS zum Einsatz kommt. Die Abrechnung erfolgt stets über die Mobilfunkrechnung. Alle Werke sind mit dem digitalen Rechtesystem DRM versehen und stehen im eAAC+ komprimierten Format bereit. Nutzer der Musikbörse können die Musikstücke untereinander tauschen. Nachteil: Wer sich von MusicStation trennt, soll nach Ablauf des Abonnements die Lieder nicht mehr abspielen können.
Die Musikindustrie hofft, mit MusicStation den Musikgenuss über das Handy anzukurbeln. Ein Teil der generierten Einnahmen soll an sie abgeführt werden. Aber auch die Mobilfunkanbieter sind auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. Eine Zusammenarbeit mit Apple scheint jedoch vorerst ausgeschlossen, will der Konzern mit dem Apfel doch die generierten Umsätze unter keinen Umständen aufteilen und komplett in die eigene Tasche stecken.
Das Handy für MusicStation
Einen Schritt weiter gehen Nokia und Samsung. Beide Handyhersteller wollen Mobiltelefone entwickeln, die bereits automatisch einen Zugriff auf MusicStation erlauben. Die Geräte sollen aber wesentlich günstiger sein als das iPhone, das etwa 499 US-Dollar kosten soll.


