Donnerstag, 14.06.2007 09:01

Verrückt: iPod-Lautsprecher tanzt durchs Haus

aus dem Bereich Computer
Die verrücktesten Ideen kommen oft aus Japan, vor allem wenn es um elektronische Begleiter geht. Da der iPod auch in Japan überaus beliebt ist, darf natürlich auch abgedrehtes Zubehör nicht fehlen. Jetzt gibt es einen iPod-Lautsprecher, der nicht nur wie ein Hund seinem Herrchen hinterher läuft, sondern auch noch zur Musik tanzt und blinkt.

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Wie ein kleines Hündchen

Miuro heißt der kleine iPod-Roboter, der den MP3-Player huckepack in einem speziellen Fach mit sich herum trägt. Der wandelnde Lautsprecher kann aber nicht nur mit dem iPod umgehen, sondern auch Musik vom PC oder Internetradio streamen, indem er sich mit einem drahtlosen WLAN-Funknetz verbindet. Mit einer Fernbedienung hat der Besitzer die volle Kontrolle über Miuro. Ist der elektronische Weggefährte mit einer Musikquelle verbunden, startet er Musik auf Knopfdruck oder lässt sich zurückpfeifen, wenn er sich zu weit entfernt hat.

Der rollende Ghettoblaster tanzt auch zu seinen eigenen Klängen blinkend durch den Raum. Dank eingebauter Sensoren soll er Hindernisse umfahren und sich klangtechnisch ideal vor seinem Herrchen im Raum positionieren. Er merkt sich die Stelle, wo er am häufigsten platziert wird und nimmt - außer im Tanz-Modus - nach einigen Tagen jeweils automatisch diese Position ein. Die Informationen für diese Raumkartierung stammen aus den Bildern einer eingebauten kleinen Digitalkamera. Wer den tanzenden Lautsprecher in Aktion erleben möchte, kann sich auch auf Youtube einen ersten Eindruck verschaffen.

Miuro_Lautsprecher.jpg
Tanzender, blinkender Krachmacher. Bild: Arktis.de
Der kleine Soundbegleiter spielt die Formate WAV, MP3, WMA, AAC, AIFF und LPCM und ist mit drei verschiedenen Sensoren ausgestattet: einem Kamera-, einem Bewegungs- und einem Gleichgewichtssensor. Der Miuro erkennt drahtlose Verbindungen nach den WLAN-Standards 802.11b/g und wird durch Lithium Ionen Akkus mit Strom versorgt. Die Laufzeit gibt der Hersteller allerdings nur mit mageren drei bis vier Stunden an. Sind die Akkus leer, muss der Miuro erstmal wieder für rund zwei Stunden an die Steckdose.

Teures Luxus-Begleiter

Wer sich jetzt allerdings denkt "Prima, das ist ja fast wie ein eigener Hund, macht keinen Dreck und ich spare noch die Hundesteuer", dem wird der Preis des digitalen Begleiters schnell die Tränen in die Augen treiben. In Deutschland wird Miuro über den Internetshop von Arktis vertrieben und kostet knapp 1000 Euro. Ein teurer Luxus-Gefährte.
Denise Bergfeld
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