Es ist wieder Zeit für den allmonatlichen Patchday von Microsoft. Wie von uns bereits am vergangenen Donnerstag
berichtet, werden dieses Mal sechs Sicherheitslücken in Produkten des Software-Giganten gestopft. Vier Updates werden als "kritisch" eingestuft, das entspricht dem höchsten Wert auf der Microsoft-Skala. Jeweils ein weiterer Patch sind mit der Warnstufe "hoch" und "wichtig" versehen.
Sechs Updates stehen bereit
Bei den in der höchsten Warnstufe deklarierten Flicken werden jeweils Sicherheitsprobleme beim Internet Explorer und der API32-Programmierschnittstelle behoben. Über die jüngst entdeckten Sicherheitslücken beim Internet Explorer hatten wir bereits in der vergangenen Woche
ausführlich informiert. Ein weiterer Software-Flicken richtet sich an Nutzer von Outlook Express und Windows Mail. Dabei wird laut Microsoft unter anderem eine Sicherheitslücke geschlossen, die beim Windows Vista-Mailprogramm Windows Mail auftrat. Dadurch konnten gefährlichen Codes und Skripte ausgeführt werden. Der vierte Patch behebt Probleme bei den Netzwerkprotokollen Secure Sockets Layer (SSL) und Transport Layer Security (TLS).
Eine "hohe" Bedeutung hat der Flicken im Zusammenhang mit dem Office-Paket. Dabei geht es um Visio-Dateien, die grafische Darstellungen enthalten. Für Anwender des Betriebssystems
Windows Vista ist der sechste und letzte Patch vorgesehen. Durch ein Problem bei der Rechtevergabe konnten auch ohne entsprechende Berechtigungen Benutzerinformationen sowie administrative Kennwörter ausgelesen werden, die sich in der Registry und im lokalen Dateisystem befinden.
Wie gewohnt stehen alle Security Bulletins des Monats Juni im
Microsoft TechNet zur Verfügung. Alle Patches sollten schnellstmöglichst installiert werden. Die Patches können manuell über die
Microsoft Update-Seite geladen werden. In den nächsten Stunden werden alle Updates dort zur Verfügung stehen. Bequemer ist allerdings der automatische Download über die Auto-Update-Funktion des Microsft-Betiebssystems Windows.