Die Financial Times berichtet unterdessen, Apple bereite ein Video-on-Demand-Angebot vor. Der bestehende iTunes-Store soll um den Videoverleih ergänzt werden. Derzeit sollen Gespräche mit den großen Filmstudios geführt werden, um ein möglichst große Bibliothek zusammenzustellen.
Gespaltene Reaktionen
Die Entscheidung für das neue Apple-Angebot könnte für die Mitwirkenden weit reichende Folgen haben. Die Verbraucher könnten sich teure Abo-Kosten der Satelliten- und Kabelbetreiber sparen und die Filme günstig bei Apple ansehen. Apple will damit in erster Linie den Verkauf des
iPhone ankurbeln. Auch die im vergangenen März auf den Markt gekommene Apple-TV-Box könnte von neuen Inhalten profitieren. Zuschauer sollen in die Lage versetzt werden, Filme direkt auf den Fernseher zu bestellen. Der neue Apple-Videoverleih sieht sich vor allem starker Konkurrenz von Amazon und Microsoft gegenüber.
Web 2.0 hält auf dem Apple Einzug
Zusätzlich will Apple künftig Anwendungen auf Basis von
Web 2.0 auf dem iPhone lauffähig machen. Das wurde auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) in den USA angekündigt. Entwickler wollen Web-2.0-Anwendungen programmieren, die dem "Look and Feel" der im iPhone integrierten Anwendungen entsprechen. Die zusätzlichen Anwendungen sollen die im iPhone enthaltenen Services ergänzen und die Funktionalität der Geräte deutlich erhöhen. Ein spezielles Entwickler-Software-Kit ist dazu nicht nötig, da die Anwendungen dank der integrierten Safari-Engine als reine Web-Applikationen und damit nur "online" funktionieren können.
Stefan Hagedorn