Rudolf Gröger, seit 2001 Chef des Mobilfunk-Netzbetreibers
o2 Germany, sieht sein Unternehmen in einem harten Kampf gegen den Wettbewerb. Wie Gröger heute in Düsseldorf auf der
Handelsblatt Jahrestagung sagte, steht o2 dabei nicht nur in Konkurrenz zu den direkten Wettbewerbern T-Mobile, Vodafone und E-Plus, sondern auch im Kampf um Kunden mit Internet-Service-Providern (ISP).
Lange habe niemand die ISP auf der Rechnung gehabt, so Gröger. Heute wisse man, dass DSL-Flatrates dem Mobilfunk Gesprächsverkehr abnehmen. Voice over IP stellt demnach offensichtlich für die Mobilfunk-Netzbetreiber eine ernstzunehmende Gefahr dar. Gröger formuliert es drastisch: "Wer dem Kunden die erste Flatrate verkauft hat, hat den Kunden gewonnen." Ein deutscher Kunde wisse, welche Vorteile ein Pauschaltarif mit sich bringe. Da sei dann schon alles drin und das mache den Tarif leicht verständlich und unkompliziert, so das Fazit vom o2-Chef.
Tarife ohne AGB?
Für die Zukunft prognostiziert Gröger einen harten Verdrängungswettbewerb. "Es ist ein Kampf um das Telekommunikationsbudget des Kunden entbrannt." Ziel sei es, Kunden alles aus einer Hand anzubieten, wie es o2 schon mit seinen Mobilfunk- und DSL-Anschlüssen tut. Außerdem stehe auf der Agenda, Tarife anzubieten, die ohne Fußnoten und möglicherweise eines Tages sogar ohne AGB auskommen.