In Afrika entsteht das weltweit erste große Handy-Netz ohne teure Gebühren für Auslandsgespräche. Seit Montag können Nutzer in sechs Staaten vom Atlantik bis zum Indischen Ozean das Mobiltelefon ohne so genannte Roaming-Gebühren benutzen, teilte der Anbieter Celtel, eine Tochter der kuwaitischen Handy-Konzerns MTC, mit.
Ausweitung geplant
Das grenzüberschreitende Netz soll in den nächsten Monaten auf 15 Länder ausgeweitet werden. Bisher umfasst es Gabun, Kenia, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo, Uganda und Tansania.
Damit müssen die Nutzer dort keine so genannten Roaming-Gebühren zahlen, wie es etwa deutsche Handy-Telefonierer immer noch im Ausland tun. Auch die sonst fälligen Gebühren für eingehende Gespräche fallen fallen im afrikanischen Netz weg. Das grenzüberschreitende Netz war vergangenes Jahr in Kenia, Tansania und Uganda gestartet. Bald sollen auch Burkina Faso, Madagaskar, Malawi, Niger, Nigeria, Sierra Leone, Sudan, Tschad und Sambia eingebunden werden.
Attraktives Prinzip
Die Nutzer können in den Ländern ihre SIM-Karte und ihre Nummer behalten, die Gespräche werden dann nach den im jeweiligen Land geltenden Tarifen abgerechnet. In Europa wählt sich ein Handy im Ausland gewöhnlich in ein ausländisches Netz ein, der Betreiber lässt sich die Nutzung teuer bezahlen. Die EU deckelt deshalb ab diesem Sommer die Gebühren für Auslandsgespräche.