Dass Digitalisierung nicht zwangsläufig Bezahlfernsehen bedeuten muss, ist spätestens mit der sukzessiven Einführung des Überallfernsehens DVB-T deutlich geworden. Der analoge Antennenempfang hat ausgedient, in immer mehr Regionen kommen die TV-Programme nun in digitaler Qualität in die Wohnzimmer. Tendenz steigend. Dass Mobilität und ein einwandfreier TV-Genuss auch mit älteren Computern kein Problem ist, stellt die Mini Set-Top-Box des Herstellers
Digittrade aus Holleben unter Beweis. Die Redaktion hatte die Möglichkeit, den DVB-T USB-Stick ausführlich unter die Lupe zu nehmen. Dafür ging es auf nach Berlin, die Stadt mit dem bislang größten terrestrischen Programmangebot und der einzigen mit einem Radiopaket.
Schlichte Verpackung...
Der externe DVB-T Stick kommt in einer schlichten, gelben Kartonage daher. Im Lieferumfang ist neben dem im schwarzen Kunststoff gehaltenen, mit einer silbernen Verzierung versehenen Stick eine kleine Antenne, eine Mini-Fernbedienung sowie ein Adapter von Klinke auf Antenne enthalten. Obligatorisch sind das USB-Kabel, eine Treiber-CD und eine Bedienungsanleitung. Diese ist sehr kurz geraten, reicht aber vollkommen aus, um auch den wenig erfahrenen Benutzer über den Winzling umfassend zu informieren. Die Stromversorgung erfolgt komplett über den USB-Port.
Die bei den kompakten Abmessungen von 81 x 34 x 13 Millimetern doch beachtliche Breite kann bei Front-USB-Anschlüssen und Laptops zu Anschlussproblemen führen. Wie wir feststellen mussten, werden andere USB-Buchsen häufig verdeckt. Abhilfe schafft das etwa 80 Zentimeter lange USB-Kabel, das als Nebeneffekt den Radius für die Positionierung der Stabantenne deutlich erhöht. Die genaue Ausrichtung erwies sich vor allem für die schwachen Sender wie beispielsweise Kanal 59, der trotz des Standortes Alexanderplatz in weiten Teilen des Stadtgebietes nur mit erheblichem Aufwand empfangen werden kann, als sehr wichtig. Wer mag, kann mittels mitgelieferten Adapter auch eine externe Antenne mit 75-Ohm-Koaxial-Anschluss betreiben.
Der Lieferumfang in der Übersicht. Bild: Digittrade
...starker Inhalt
Nach der Installation der Software empfiehlt sich unter den vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ein so genannter "Region Scan". Dieser konnte überzeugen und alle Programme, die in Berlin derzeit "in der Luft sind", nach knapp vier Minuten auf den Monitor zaubern. Bei allen anderen Suchvarianten wurden nicht alle Kanäle abgespeichert. Das liegt auch an unterschiedlichen Parametern und den technisch bedingten variablen Bandbreiten.