Das Vermögen des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile kann im Internet ersteigert werden. Ab sofort werden auf einer Online-Plattform rund 3500 Objekte der ehemaligen Handy-Sparte des Siemens-Konzerns angeboten, wie Insolvenzverwalter Martin Prager mitteilte.
Weitere Auktionen folgen
Auf der Internetseite
www.dechow-auctions.com kann sich jeder Interessierte etwa PCs oder Büromöbel kaufen. Vom 12. bis 14. Juni finden weitere Auktionen auf dem BenQ Mobile-Werksgelände im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort statt. Interessenten können sich die zu Objekte der Auktion vorher auf der Internet-Seite ansehen und schon vorab Gebote abgeben.
Bei den Versteigerungen vor Ort kommen dann unter anderem Werkbänke, Werkzeuge oder Verpackungsanlagen zur Versteigerung. Die Palette reicht bis hin zu branchenspezifischen Maschinen wie Leiterplatten-Lötstationen oder Akkustik-Testgeräten. Ursprünglich hätten demnach 30.000 Objekte versteigert werden sollen. Allerdings sei der Großteil der Gegenstände bereits vorab an Interessenten wie etwa Hersteller und Lieferanten abgegeben worden.
Mit der Versteigerung und dem Verkauf der Vermögenswerte sollen ausstehende Forderungen der Mitarbeiter und Lieferanten zumindest teilweise befriedigt werden. Die Auslaufproduktion zur Fertigstellung bereits weitgehend montierter Mobiltelefone in Kamp Lintfort war Ende Januar eingestellt worden. Gegen die frühere Handy-Sparte von Siemens war zu Jahresbeginn das Insolvenzverfahren eröffnet worden, nachdem kein Investor gefunden worden war. Von der Insolvenz betroffen waren insgesamt rund 3000 Beschäftigte.
Hayo Lücke
/ afp