Toshibas Qosmio G30 fällt unter die Kategorie "Desktop-Ersatz". Das Notebook hat sperrige Maße und wiegt fast fünf Kilogramm. Für unterwegs ist die Kiste daher nichts. Das G30 lässt man lieber als Video-Player im Wohnzimmer: Dafür hat Toshiba dem G30 ein HD-Laufwerk (High Definition) eingebaut. Leider bringt es dem Käufer aber bisher nur geringen Nutzen – zu wenige Filme sind bisher auf HD-DVD zu haben. Gewöhnliche DVDs kann das Laufwerk zudem nur mit achtfacher Geschwindigkeit lesen und mit vierfacher Geschwindigkeit beschreiben.
Detail-Treue
Ist der Lieblings-Titel als HD-DVD erhältlich, kommt beim Qosmio aber echtes Kino-Feeling auf: Durch die hohe Displayauflösung von 1900x1200 Bildpunkten lassen Spielfilme dank voller HD-Auflösung jedes Detail erkennen; die Boxen von Harman/Kardon machen dabei für ein Notebook-Soundsystem ordentlich wumm. Der Notebook-Bildschirm zeigt satte Farben und einen stabilen Blickwinkel. Wer das Zimmer nicht abdunkelt, muss aber mit Spiegelungen auf dem Display rechnen. Denn wie inzwischen üblich, hat auch das Display des G30 keine Entspiegelungs-Schicht. Das ist besonders im Akku-Betrieb von Nachteil, da fernab der Steckdose die Display-Helligkeit heruntergeschraubt wird.
Vielfältig gibt sich das Qosmio bei den Video- und Audio-Anschlüssen: Dank HDMI-Schnittstelle lassen sich die Filme alternativ ohne Qualitätseinbußen auf den Fernseher übertragen, zusätzlich sind S-Video-Ausgang und VGA-Ausgang vorhanden. Ein HD-Soundchip und der entsprechende Audioausgang übertragen bei Bedarf Surround-Sound an die heimische Musikanlage. Durch den integriertem TV-Tuner kann das Qosmio auch Fernsehen wiedergeben. Wahlweise schließt man ein Kabel für das analoge Signal oder die mitgelieferte Stabantenne für DVB-T an. Mit vorinstalliertem Vista Ultimate bringt das G30 entsprechende Multimedia-Software mit. Eine passende Fernbedienung zum Auswählen der Kanäle liegt dem Notebook bei.
Daddeln und texten
Spieler werden selten in den Genuss der hohen Display-Auflösung kommen, denn dafür reicht die Leistung des Mittelklasse-Grafikchips GeForce 7600 go nicht aus. Toshiba taktet den 7600 go ähnlich wie den Desktop-Chip 7600 GS. In niedrigeren Auflösungen sollten aber auch aktuelle Titel gut spielbar sein.

Wer das Notebook auch zur Textbearbeitung nutzen will, profitiert zwar von dem riesigen Display, wird sich aber über die Tastatur ärgern. Die nutzt nämlich die große Grundfläche des Gehäuses nicht aus und lässt so ein Nummern-Feld vermissen. Das Tastatur-Layout verwirrt, zumal einige Tasten an ungewöhnlicher Stelle liegen. Beim Tippen stört auch das klobige Gehäuse; die Tastatur liegt zu weit hinten. Angenehm ist hingegen das Arbeitsgeräusch: Unter geringer Auslastung sind die Lüfter kaum hörbar, unter Last vernimmt man lediglich ein leises Surren.