Samstag, 02.06.2007 16:56

Microsoft erfindet den Computertisch neu

aus dem Bereich Computer
Der Computertisch ist ein Ort, auf dem das beste Stück Hightech seinen Stammplatz findet. Der Computer-Riese Microsoft verleiht dem vermeintlichen Möbelstück jetzt eine völlig neue Bedeutung.

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Aus "Milan" wird Surface

Sechs Jahre Entwicklungszeit haben insgesamt 120 Ingenieure gebraucht, um unter dem Codenamen "Milan" einen Windows-PC mit einem Computertisch zu kreuzen. Herausgekommen ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm, der fast die gesamte Größe einer Tischplatte einnimmt. Der intelligente Tisch wurde Surface getauft.

Der in der Nacht zum Mittwoch von Microsoft-Boss Bill Gates präsentierte Computer lässt sich ganz ohne Tastatur oder Maus bedienen. Als Betriebssystem kommt eine modifizierte Version des erst Ende Januar veröffentlichten Windows Vista zum Einsatz.

Die Geräte sollen voraussichtlich ab Herbst in Hotels, Kasinos und T-Mobile Shops in den USA aufgestellt werden. Derzeit kostet der Surface-Computer zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar. Mit sinkenden Preisen innerhalb der kommenden fünf Jahre sollen die Geräte auch für eine breite Masse attraktiv werden.
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Der Computer ist mit diversen Sensoren und Kameras sowie Bluetooth und WLAN-Verbindungen ausgerüstet. Jede Berührung, Hand- und Fingerbewegung wird registriert, erkannt und umgesetzt. Während bisherige Touchscreen-Displays in der Regel nur eine Berührung wahrnehmen konnten, verarbeitet Microsoft Surface mehrere Befehle parallel. Dateien lassen sich bequem per Hand verschieben oder mit einer virtuellen Werkzeugleiste bearbeiten. Mit nur einer Handbewegung können Stadtpläne, Lagepläne oder PDF-Dateien studiert werden. Handys, Smartphones oder Digitalkameras, die auf dem Bildschirm abgelegt werden, erkennt das System automatisch. Die technischen Details des jeweiligen Gerätes können auf dem Bildschirm nachgelesen werden.

30 Zoll-Bildschirm

Die Bildschirmdiagonale des Surface misst 30 Zoll (knapp 76 Zentimeter) und übertrifft damit ein ähnliches Gerät des niederländischen Herstellers Philips. Ein Prototyp des "Entertaible" war im vergangenem Herbst auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin vorgestellt worden.
Stefan Hagedorn
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