Mit einem Handy einfach nur telefonieren zu können, stellt heutzutage kaum noch einen Mobilfunkkunden zufrieden. Viele Nutzer wünschen sich eine Kamera, einen MP3-Player oder Bluetooth, um kabellos über ein Headset telefonieren zu können. Bei Geschäftskunden gehen die Ansprüche noch weiter. Für sie dürfen beispielsweise Office-Funktionen und die Möglichkeit, auf das Internet zugreifen zu können nicht fehlen.
Nokia versucht jetzt, sowohl die Bedürfnisse für Privat- als auch jene von Business-Nutzern in einem Gerät zu vereinen. Das E-Series-Modell E65 soll's richten. Doch kann das Handy das halten, was Nokia mit den Worten "Surfen mit Stil" verspricht? Wir haben das elegante Slider-Handy unter die Lupe genommen.
Rückeseite aus Leder
Der erste Eindruck des Handys, das dieses Jahr auf der 3GSM in Barcelona erstmals
vorgestellt wurde, ist positiv. Statt eines klobigen Klotzes wird ein 105 x 40 x 16 Millimeter kleines, aber mit 115 Gramm recht schweres Endgerät mit abgerundeten Kanten geliefert. Unser Testgerät im moccafarbenen Design (alternativ ist das Handy auch in Rot erhältlich) überraschte zudem mit einer lederartigen Akkuabdeckung durch die das Telefon geschmeidig in der Hand liegt. Auf der Front sorgen silberne Edelstahlelemente für ein Erscheinungsbild, das durchaus als elegant bezeichnet werden kann.
Erfreulich ist auch, dass das E65 als wahrer Weltenbummler überzeugen kann. Egal, wo der Nutzer sich gerade befindet, bei einem verfügbaren GSM-Netz ist dank Quadband-Antenne eine Mobilfunkverbindung garantiert. Mehr noch: auch UMTS wird unterstützt. Das heißt, mit dem Telefon sind auch schnelle Internetverbindungen kein Problem. Es überrascht aber, dass auf eine Frontkamera für Videotelefonate verzichtet wurde.
Langsamer Start, schnelle Menüführung
Das Herzstück des Handys ist das Betriebssystem namens Symbian 9.1 S60 3rd Edition. Bereits beim Einschalten ist dies für den Nutzer spürbar, da das Handy fast zehn Sekunden für den Bootvorgang benötigt. Keine Schwächen sind hingegen bei der Navigation durch das Menü auszumachen, das - wie von Nokia gewohnt - klar strukturiert ist. Insgesamt zwölf Menüpunkte und zahlreiche Unterpunkte könnten Personen, die bisher mit ihrem Handy hauptsächlich telefoniert und vielleicht mal eine SMS verschickt haben, schnell überfordern.