Die
Deutsche Telekom AG ist weiter auf Einkaufstour. Neben der geplanten
Übernahme des niederländischen Mobilfunkunternehmens Orange will der magentafarbene Konzern nun auch verstärkt im lukrativen
"Voice over IP"-Geschäft (VoIP) mitmischen. Wie am Dienstagmorgen, 29. Mai, offiziell bestätigt wurde, wird sich T-Online gemeinsam mit Intel am VoIP-Unternemen
Jajah beteiligen.
Einstieg mit Intel
Am 10. Mai
berichtete onlinekosten.de über die 20 Millionen US-Dollar schwere Investmentrunde, der die Intel Capital und weitere, damals unbekannte, Investoren angehören. Der zweite Investor ist damit aus dem Sack. Die Investment-Sparte
T-Online Venture Fund wird sich in den hart umkämpften Wettbewerb um VoIP-Telefonie stürzen.
"Jajah ist das erste Voice 2.0 Unternehmen, das diese Art von Bestätigung und Unterstützung aus der Industrie erhält", sagte Jajah-Gründer Roman Scharf. Die langfristigen Auswirkungen könnten nicht hoch genug eingeschätzt werden. T-Online will die innovativen VoIP-Lösungen künftig seinen Privat- und Geschäftskunden zugänglich machen.
Allein im ersten Geschäftsjahr konnte Jajah mehr als zwei Millionen Nutzer aus 55 Ländern für sich gewinnen. Um Jajah zu nutzen, kann die vorhandene Hardware und damit die gesamte existierende Telekommunikationsinfrastruktur weiterverwendet werden. Auch der Einsatz von speziellen Softwareprodukten ist nicht erforderlich. Nach Ansicht von Jajah haben nicht zuletzt die günstigen Preise dazu beigetragen, viele Kunden zu überzeugen.
Stefan Hagedorn